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Freakatronic: Error

freakatronic_errorVÖ: 19.11.2010 / ITD. Freakatronic, unsere Lieblings-Roboter-Combo from Outer Space (Essen klingt halt einfach nicht so sexy) legt heute das erste Full-Length-Album vor und mit dabei sind neben ihren mir bisher bekannten gesammelten Gassenhauern wie Voll Der Hit, Carneval auf der Kouch, Barbarenorchester und zuletzt Bon Soir immerhin noch 9 weitere Songs, zieht man die Interludes mal ab. Über die Qualität der oben genannten Hits brauche ich nichts mehr zu sagen, der Rest ist immer noch gut bis merkwürdig (»Zigaretten aus Ägypten, lass mal lieber keine rauchen, irgendwie sehn die komisch aus«). Absolutes Must-Have also für alle, die auf Sprechgesang mit House-Beats stehen und Freakatronic noch nicht kennen, Fans kaufen sich das Album sowieso. Den Teasersong Soundcheck gibt es übrigens als Free-Download bei Soundcloud.
bewertung_4

Die anderen: Haben noch nichts verlauten lassen.

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Und wer’s noch nicht kennt, schämen und anschauen:

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Saalschutz: Entweder Saalschutz

entweder saalschutzVÖ: 29.10.2010 / Audiolith Records / Broken Silence. Bei ihrem dritten Studioalbum Entweder Saalschutz legen die Schweizer M T Dancefloor und DJ Flumroc soundtechnisch noch eine Schippe drauf. Daher hört es sich nicht mehr ganz so textbezogen-minimalistisch an wie die alten Saalschutz-Sachen, man hört deutlich den Einfluß von Der Tante Renate, der das Album mitproduziert hat. Aber inhaltlich bleiben sich Saalschutz treu: Intelligenter Nonsens trifft auf Kinderreime, die von platten bis geistreichen Parolen abgelöst werden. Hierbei gilt es natürlich den Partykracher Ravepunk Für Eine Bessere Welt zu erwähnen, der mit keinem der drei genannten Elemente geizt. Den Psilodump-Remix des Songs, der als Single ja bereits erhältlich ist, gibt es übrigens zum kostenlosen Download bei Soundcloud.
bewertung_3

Die anderen: „Es fetzt, dieses elektronische Pendant der Sportfreunde Stiller. Und es verspricht knarzig-verpogte Stunden inner Disse.“ (electrozine.net)

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Supershirt & Captain Capa: Tote Tiere

supershirt_captaincapa

Schon fast ausgestorben, halten Supershirt und Captain Capa an der selten gewordenen Gattung der Split-Single fest, nur um sogleich – getreu dem Titel Tote Tiere – von den Hypehunters fachgerecht erlegt zu werden. Genug Jägerlatein: Die 7″-Single mit Supershirts Dein Monster und Captain Capas Whales präsentiert sich ab 8. Oktober im Digital-Release als ganze EP mit 7 Songs. Und zwar mit je zwei der beteiligten Bands, zwei Remixen und dem titelgebenden Track Tote Tiere als Collabo, und letzteren gibt es sage und schreibe sogar höchst legal als kostenlosen Download bei Soundcloud. Freiwild sozusagen.

Links: Homepage Captain Capa / Homepage Supershirt / Kaufen

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ULTRNX: The Byterockin’ EP

Letztens habe ich mich noch »beschwert«, dass mit Ira Atari & Rampue die leiseren Töne bei Audiolith Einzug gefunden haben, schon kommt heute mit der Byterockin‘ EP von ULTRNX ein Debüt heraus, das wieder voll auf die Kacke haut. Ganz im Stile von Der Tante Renate oder Plemo können Phil de Gap und Ahoi Boi ihre Einflüsse aus der 8-Bit Chipmusik auf den fünf Tracks der EP nicht verleugnen. Dabei setzen sie auf harte Beats mit ekstatischen Steigerungen, aber auch auf durchaus melodiöse Parts. Den Hit Rockstr im GhettoSexXX-Remix gibt es sogar als Gratis-Download auf Soundcloud.

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(Foto: Kevin Muenkel)

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The Ting Tings: Hands

thetingtings

Zugegeben, ich hatte The Ting Tings in unserer schnelllebigen Zeit schon fast wieder vergessen, obwohl sie uns 2008 mit ihren Hits That’s Not My Name, Great DJ und Shut Up And Let Me Go nicht nur den Sommer versüßt haben. Noch dieses Jahr veröffentlichen die beiden Briten ihr neues Album, und die leider erst im Oktober erscheinende Vorab-Single Hands mit der wunderbaren Hookline »Clap Your Hands If You’re Working Too Hard« macht schonmal mächtig Appetit, zudem entstand sie in Zusammenerbeit mit niemand geringerem als Calvin Harris. Auf RCRD LBL oder der Facebookseite der Ting Tings gibt es den etwas clubbigeren Low Sunday Remix des Tracks sogar gratis!

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Hey Champ: Star

hey champ starVÖ: bereits erhältlich / Townie Records. Seit einem guten Monat ist das Debütalbum Star von Hey Champ auf dem Markt und so wird es langsam Zeit, sich dem Output der Amerikaner zu widmen. Ein stimmiges, fast schon zu glattes Dance-Pop-Album mit etlichen Höhepunkten haben die drei Jungs aus Chicago da zusammengezimmert, angefangen beim Opener, dem wohl hitverdächtigsten Song des Albums, Shake, der einen schonmal bestens einstimmt für eine Dreiviertelstunde Indie-Synth-Pop, die nur gegen Ende etwas schwächelt. Vorher gibt es noch Kracher wie Artificial Man, aber auch etwas zurückgelehntere Songs wie Cold Dust Girl mit grandiosen Synthiewänden oder Neverest, die es übrigens beide auf der Homepage von Hey Champ kostenlos zum runterladen gibt.
bewertung_4

Die anderen: „Flaws aside, Hey Champ’s Star is an album of influences and disco cool. Its shameless lack of identity is both its greatest strength and greatest weakness“ (blogcritics.org)

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