„Tell me why I don’t like Mondays?“ wunderten sich die Boomtown Rats schon 1979. Da haben wir jetzt auch keine Antwort drauf, zumal das frische französische Digital-Label BEKO den Wochenstart laut Coast-Is-Clear ab sofort mit Gratis-MP3s aus dem eigenen Muckerstall versüßt. Jeden Montag gibt’s einen weiteren neuen Song für umme, im Dezember sind es sogar zwei pro Woche. Los geht’s unter anderen mit den verträumten Indie-Poppern der Moscow Olympics.
Okay, was auch immer Chris Glover aka Penguin Prison gegen Pinguine haben mag (ich tippe jetzt mal auf ein lange verdrängtes Kindheits-Trauma), einsperren muss man sie ja nicht gleich deswegen. Eine tolle Scheibe ist die kürzlich bei Neon Gold erschienene Doppel-Debüt-Single trotzdem. Der zweite Track A Funny Thing noch mehr als die eigentliche A-Seite Animal Animal: Melodischer Beat, schöne Vocals, catchy Electropop vom Feinsten also. Bei RCRDLBL gibt es sogar zwei kostenlose Remixe von A Funny Thing.
Hypefaktor: Würde mich schon wundern, wenn Penguin Prison nächstes Jahr nichts mehr von sich hören lässt. Ein Geheimtipp für 2010!
So nicht, Audio Bullys! Schön und gut, dass ihr euer neues, noch unbetiteltes drittes Album für den 26. Februar angekündigt habt. Aber musstet ihr vorher noch ein paar Jahrzehnte Musikgeschichte plündern? Das kostenlose Appetithäppchen Kiss The Sky, dass die britischen Rave-Rüden kostenlos auf ihrer Website gegen Eingabe einer E-Mail-Adresse für zwei Wochen zum Download anbieten, klaut den Text von Led Zeppelins Thank You und erinnert soundmäßig stark an Ministry. Einer alten Hartwurst wie mir fällt das natürlich auf. Ach ja: Bock macht das Gerumpel trotzdem.
Die Frittenbude ist gerade im Rahmen ihrer “Die Schande kennt keine Heimat Tour” unterwegs in Deutschland, das hielt die Jungs aber nicht davon ab, vorher noch schnell eine Gratis-Doppelsingle rauszuhauen. Dabei haben sie sich einen Song von Die Sterne (Nach Fest kommt Lose) und einen von We Are Enfant Terrible (Seagull) vorgenommen und gründlich überarbeitet. Natürlich im typischen Frittenbude-Stil. Deswegen heisst das dann auch Nach Fest kommt Fest und Steven Seagull. Aber genug der Worte, hier die Songs (auch als kostenloser Download) und die Tourdaten. Runterladen. Hingehen.
Durch Mailands Underground-Clubs tingelten Crookers gestern. Seit ihrem sensationellen Remix von Kid CudisDay ‘n’ Nite (21 Millionen Aufrufe des zugehörigen Clips bei Youtube) rockt das italienische DJ-Duo lieber die europäischen Charts. Klar, dass die aufgekratzte Fanbasis nach mehr lechzt und in Kürze zumindest die schlimmsten Lustwallungen befriedigen kann – mit der neuen Single Put Your Hands On Me, die am 20.11. in die Läden kommt. Bis zur Veröffentlichung des kompletten Debüt-Albums ist allerdings noch ein wenig Geduld gefragt: Tons Of Friends ist für Mitte März 2010 angekündigt.
Übrigens: Zuschlag zum neuen Song gibt’s vom Label Ministry Of Sound. Die Jungs verschenken hier den Hudson-Mohawke-Remix der neuen Single, der mich allerdings null packt.
VÖ: 27.11.09 / Audiolith. Audiolith, die Zweite: Nach Supershirt kommen demnächst Juri Gagarin mit neuem Album um den Mond. Dazu holten sie sich kurzerhand die Sängerin Flicke mit ins Boot (schon gehört auf Supermarkt und zuletzt auf Give Or Take), und das tut dem Duo verdammt gut. Nicht dass sie ohne female Vocals schlecht gewesen wären, aber sie hebt die beiden auf das nächste Level. So nähern sich Juri Gagarin vorsichtig dem Pop, ohne dabei dem Technopunk die kalte Schulter zu zeigen, denn die typischen Beats sind geblieben. Und spätestens bei Take Over mit Bratze hält einen nichts mehr auf dem Sofa. Diese Platte ist pure Energie und selbst ohne Gesang (auf Buran) wird gerockt als gäbe es kein Morgen. Einen kostenlosen Remix der Vorab-Single Wet Dreams gibt es unten, auch als Download.
Die anderen:“Schwielige Arbeiterhände brannten sie auf reflektierende Scheiben: 12 Track die schnell sind und kicken in guter alter bratziger Technomanier!”(subculture)
VÖ: 23.09.09 / Audiolith / Broken Silence. Über die titelgebende Hammer-Single 8000 Mark will ich eigentlich kein Wort mehr verlieren, auf Albumlänge zeigen sich bei den beiden Norddeutschen nur kurze Durchhäger, mit Nachtjacke steht der nächste Hit quasi schon auf Abruf. Textlich gut durchgemischt von Gesellschaftskritik (bei German Psycho) bis alberner Nonsens (8000 Mark), und dabei verstehen es Supershirt, auch reichlich Musikzitate mit einzuflechten (in geballter Form bei Ödkraft). Das Ganze inklusive einem Wiedersehen mit der guten alten Teitmaschine. Herz, was willst du mehr? Naja, den ein oder anderen Hit hätten sie schon noch mit draufpacken können, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Von den Live-Qualitäten selbst überzeugen könnt ihr euch auf der anstehenden, ausgiebigen Deutschlandtour. Und einen kostenlosen Download gibt es noch obendrauf.
Die anderen:“8000 Mark beinhaltet einiges an Hits, liefert rigoros ab und ist eine Zierde des aktuellen Audiolith-Hochs. Wer mehr will, soll woanders hingehen.”(Intro)
Frisch zurück von seiner Tour mit Nine Inch Nails präsentiert sich Elektrobarde Alec Empire (Ex-Atari Teenage Riot) in Spendierlaune. Auf seinem Blog bittet der Berliner zum Download der Songs 1000 Eyes und If You Live Or Die (Live-Version). Während ersteres etwas schleppend dahin plätschert, dreht Alec beim zweiten Gratis-Song ‘ne Runde am Gasgriff – und klingt dabei wie Lou Reed während seiner Zeit bei Velvet Underground! Aber hört es euch selbst an…
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