Dass The XX DAS große Ding sind zurzeit, will einem nahezu jede Gazette der Welt weismachen, aber warum die vier Kiddies von der Insel so in den Himmel gelobt werden, erschließt sich mir überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich finde sie einfach nur lahm. Dabei habe ich es tatsächlich schon des öfteren versucht, mich von Ihnen mitreißen zu lassen, komme aber nie über ein paar Lieder Ihres Longplayers XX hinaus, bevor ich gelangweilt aufgebe. Jedenfalls könnt ihr euch jetzt selbst ein Bild machen, The XX quetschen nämlich ein paar Deutschland-Gigs in Ihren prallen Tourkalender. Das heißt, wenn Ihr es noch schafft, eine Karte zu ergattern. Die Leute strömen nämlich hin wie die Lemminge…
You Love Her Coz She’s Dead kamen wohl zu der Erkenntnis, dass alle guten kurzen Bandnamen mittlerweile vergeben sind, und deshalb werden wir in Zukunft wohl noch öfter auf Abkürzungen wie DIOYY? oder eben in diesem Fall YLHCSD stoßen. Konsequenterweise besitzt die neue Single des gemischten Duos von der Insel dann auch wieder so eine Kurzschreibung: YTHBF, ausgeschrieben Young Tender Hearts Beat Fast. Darauf könnt ihr den 8-bit gewordenen Wahnsinn auf 4 Beinen bestaunen. Im Video sogar mit Pferd. Und danach am besten Sonic The Hedgehog in doppelter Geschwindigkeit und auf Speed spielen, um wieder runterzukommen. Oder bei RCRDLBL den schon von der sechsten Kitsune Maison Compilation bekannten Song Superheroes kostenlos runterladen und weiterraven.
Kann sich irgendjemand hier noch an den kultigen 80s-Streifen Ferris macht blau erinnern? In dem der ebenso coole wie lernfaule Ferris Bueller mit einem „geliehenen“ Ferrari durch Chicago düst? Den Soundtrack lieferten damals die Schweizer Yello (Oh Yeah). Heute wäre wohl Kavinsky mit Testarossa Overdrive die richtige Wahl für die musikalische Untermalung. Zumal sich niemand geringerer als SebastiAn, Soundschnipsler und –flicker aus dem Hause Ed Banger, an den Remix gewagt hat. Hektisch, beunruhigend und definitiv nix für U-Bahn-Fahrer.
Wie ließe sich das neue Jahr schöner beginnen als mit einem herzlichen „Fuck You“. Nun gibt es natürlich zig Möglichkeiten, diese zwei aufschlussreichen Worte im Bekanntenkreis los zu werden: Brüllend vor Wut, gestikulierend mit ausgestrecktem Mittelfinger oder resigniert-verbittert auf den Tresen gemurmelt. Die schönste Variante liefert jedoch das Hip Hop-Duo The Knux aus dem sumpfigen New Orleans. Sie platzieren den internationalen Gruß der Ablehnung zwischen scheppernden Beats, groovenden Samples und kuscheligen Reimen. Und weil die beiden Jungs eigentlich doch ganz nett sind, verschenken sie hier ihre neue EP. Zugreifen!
Um den Jahreswechsel werden immer jede Menge Listen und Charts veröffentlicht. Nach unseren Jahres-Best-Of geht es hier auch gleich mit der nächsten weiter.
VÖ: 25.01.10 / Made To Play. Immer häufiger (oder kommt es mir bloß so vor?) wird um einen guten Song ein Album gebastelt. Das ist zwar etwas zu hart bei diesem Longplayer von Riva Starr, aber dass der beste Track des Albums, eine der Singles (I Was Drunk), auch gleich das Album einleitet, ist schonmal verdächtig. Und dass gerade dieser mit einem Feature (in Bestform: Noze) aufwartet, macht die Sache nicht besser. Der Rest ist dann auch größtenteils monotoner House vom Fließband, mal mehr und mal weniger Balkan-inspiriert. Zu Riva Starrs Ehrenrettung stechen dann aber zum Glück noch ein paar Songs aus der Masse heraus: Allen voran Black Cat, White Cat und Once Upon A Time In Naples, der eine weiß mit fiepsigen, unerwarteten Sounds, das andere durch eine schöne Melodie zu bestechen. Achja: Dafür hat der Albumtitel aber schon einen ziemlich langen Bart…
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