Endlich: Nach zwei EPs veröffentlichten The Soft Pack am 19. Februar bei Cooperative Music ihr selbst betiteltes Debüt. Die Jungs aus San Diego poltern feinsten Garagen-Punk mit poppigen Melodien und einer kleinen Prise Krach. Insgesamt recht zugänglich und durchaus massentauglich. Wohl nicht zuletzt deshalb durfte sich das Quartett bereits als Support fetter Acts wie Bloc Party, Franz Ferdinand oder The Breeders beweisen. Nicht die schlechteste Referenz …
Als kleinen Appetitmacher auf die Langrille gibt’s hier schon mal das köstliche C’mon.
Heute kommt Fall Hard, die neue Single der Shout Out Louds, in Deutschland in die Läden. Und die ist mal wieder Indie pur: Keine Elektronik-Einflüsse, keine Bratz-Breitseite. Funktioniert natürlich genauso. Aber das kennt man ja auch schon so von dem Schweden-Fünfer. Nur diesmal klingt das Album Work, das am 26. Februar nachgereicht wird, halt etwas mehr nach Arbeit (muahahaha), soundtechnisch bleibt es allerdings größtenteils beim Alten. Auf Fall Hard stört eigentlich nur die etwas banale Hookline »If you fall hard, I fall harder«, ins Ohr schleichen sich die Vocals von Adam Olenius dann trotzdem. Nettes Video auch.
Supershirt sind wieder unterwegs! Letztes Jahr überzeugten sie ja schon auf ihrer »8000 Mark Tour«, und die geht jetzt in die Verlängerung. Und spätestens wenn sie ihren Über-Gassenhauer 8000 Mark performen, brechen alle Dämme. Dazu gibt es seit kurzem ja noch die fast ebenso gute, wenn auch nicht ganz so spektakuläre Nachfolgesingle Nachtjacke.
Einige von euch hatten es geahnt, für andere war mein akustischer Fetisch bereits amüsante Gewissheit: Ich bin glühender Anhänger von Roxy Music. Jetzt wo’s offiziell raus ist, kann ich ganz ungeniert die eben rein geschneite Single-Ankündigung abfeiern – DJ Hell macht gemeinsame Sache mit Roxy-Mastermind Bryan Ferry! Die beiden trafen sich bereits 2006 in London und beschlossen, Ferrys bislang unveröffentlichten Track U Can Dance ordentlich aufzumotzen. Mission gelungen. Übrigens: Mister Ferry feiert im September seinen 65. (!) Geburtstag, vergnügt sich mit einer 34-jährigen Tänzerin und werkelt gerade an einer neuen Scheibe. Und was macht euer Opa so, wenn er nicht gerade vom Stammtisch nach Hause torkelt?
VÖ: 29.01.10 / Cooperative Music / Universal.Delphic kündigten mit ihren zwei Singles Counterpoint und This Momentary letztes Jahr schon etwas Großes an, seit Anfang Januar ist die dritte Single Doubt draußen, die den Vorgängern wieder in Nichts nachsteht, plus Remix-Irrsinn. Ende Januar kommt jetzt also der Longplayer Acolyte der drei Jungs aus der Musikstadt Manchester. Darauf mischen sie gekonnt Gitarrenmusik mit elektronischen Elementen. Nichts phänomenal Neues, muss aber auch nicht. Ein paar kleine Durchhänger, wenn es dann etwas sphärischer wird, aber verstecken müssen sich Delphic mit ihrem Debüt nicht. Selbstbewusst treten sie in die Fußstapfen der großen Bands aus Manchester wie Joy Division oder New Order. Und wer sich auf der Band-Homepage registriert, bekommt 4 Songs geschenkt.
Die anderen: “Acolyte ist zu saftlos für den Rave, aber auch zu hibbelig für den Chillout danach. Nichts Halbes und nichts Ganzes.” (plattentests.de)
Hypefaktor: Müsste eigentlich der neue Scheiß werden, die nächste Single ist mit Halcyon schon im Anschlag, und bei denen lagen Delphic bisher ja goldrichtig. Und selbst die langatmigeren Album-Tracks (hier auch öfter mal jenseits der 5 Minuten) sind ja spätestens seit The XX absolut en vogue.
Es ist soweit: Heute abend steigt die erste Hypehunters-Party im Casino Saal in Amberg. Ab ca. 21:00 Uhr (Einlass schon ab 20:00 Uhr!) versorgen El Sandino und Firutin die Meute mit Electronic Tunes vom Feinsten. Von New Rave über Indietronics, von Electropop zu Big Beat und dazu die neuesten (Indie-)Remixe…
Und so findet ihr den Casino Saal, der Eintritt ist übrigens frei!
Der Klimagipfel in Kopenhagen war zwar für’n Arsch, dafür haben sich Alphabeat ein Energiespar-Fleißbildchen verdient. Die dänischen Indie-Popper ziehen den gewissenlosen Stromsündern Daft Punk den Stecker raus und präsentieren deren Hit Digital Love ganz ohne Elektro-Firlefanz. Liest sich gruselig, klingt aber ganz wunderbar. In erster Linie nach Frühling. Sonnencreme. Vespa-Ausflügen. Muss nur noch die weiße Siffe vorm Haus ins Nirvana schmilzen. Apropos Klima.
VÖ: 29.01.10 / EMI. Mit einer heißen Clubnacht geben sich Hot Chip längst nicht mehr zufrieden. Die Jungs wollen nicht mehr und nicht weniger als den One Life Stand. Da genügt es nicht, einfach zacki-zacki ein paar Beats raus zu hauen, da ist Romantik gefragt. Das wissen die Londoner und präsentieren sich auf ihrem vierten Album ziemlich soulig und weniger verquer. Den richtigen Ton trifft dabei stets Alexis Taylor, der selbst das gospelhafte Slush nicht zur Peinlichkeit verkommen lässt. Für Tanzwütige empfehle ich allerdings I Feel Better, Thieves In The Night oder We Have Love in bester Achtziger-Disco-Manier – mit jeder Menge Remix-Potenzial.
Die anderen: ” … haben wieder eine ganze Handvoll reinrassiger Hot-Chip-Tanzwüter im Gepäck, die einen vehement von der Theke ins Getümmel unter der Diskokugel zerren. Eine Band für Singles eben.” (auftouren.de)
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