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Saalschutz: Entweder Saalschutz

entweder saalschutzVÖ: 29.10.2010 / Audiolith Records / Broken Silence. Bei ihrem dritten Studioalbum Entweder Saalschutz legen die Schweizer M T Dancefloor und DJ Flumroc soundtechnisch noch eine Schippe drauf. Daher hört es sich nicht mehr ganz so textbezogen-minimalistisch an wie die alten Saalschutz-Sachen, man hört deutlich den Einfluß von Der Tante Renate, der das Album mitproduziert hat. Aber inhaltlich bleiben sich Saalschutz treu: Intelligenter Nonsens trifft auf Kinderreime, die von platten bis geistreichen Parolen abgelöst werden. Hierbei gilt es natürlich den Partykracher Ravepunk Für Eine Bessere Welt zu erwähnen, der mit keinem der drei genannten Elemente geizt. Den Psilodump-Remix des Songs, der als Single ja bereits erhältlich ist, gibt es übrigens zum kostenlosen Download bei Soundcloud.
bewertung_3

Die anderen: „Es fetzt, dieses elektronische Pendant der Sportfreunde Stiller. Und es verspricht knarzig-verpogte Stunden inner Disse.“ (electrozine.net)

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Robyn: Body Talk Pt. 2

robynVÖ: 10.09.2010 / Ministry Of Sound / Warner. Versprochen ist versprochen, deshalb gibt es im September (pünktlich zu ihrem Auftritt auf dem Berlin Festival) Body Talk Pt. 2, schließlich ist nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten, und der dritte Teil muss ja auch noch raus in dem Jahr. Auch Part 2 wartet wieder mit 8 Songs auf, darunter wieder eine Acoustic Version und jetzt der »echte« Mix von Hang With Me, dem Akustik-Stück des letzten Teils. Und auch diesmal gibt es keine wirklich nennenswerten Fehlschüsse. Im Gegenteil, das lang erwartete U Should Know Better mit Gaststar Snoop Dogg oder die neue Single Hang With Me (s.o.) beweisen, dass Robyn hier nicht mit Talent geizt. Ansonsten zeigt die junge Schwedin auf dem zweiten Mini-Album öfter auch ihr Faible für treibende Wiederholungen (We Dance To The Beat, Criminal Intent). Alles in Allem eine überaus gelungene Fortsetzung.
bewertung_4

Die anderen: „Aus diesen drei Halbjahrs-EPs hätte man sogar sechs für zwei Jahre stricken können. Alles irre, aber eben auch irre gut.“ (intro.de)

hypefaktor_hochHypefaktor: Nachdem ich es schon für das letzte Album prophezeit habe, jetzt aber wirklich! Viel poppiger geht nicht, Snoop Dogg tut das übrige und allerspätestens mit Body Talk Part 3 kommt der Durchbruch dann aber sowas von!

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Hey Champ: Star

hey champ starVÖ: bereits erhältlich / Townie Records. Seit einem guten Monat ist das Debütalbum Star von Hey Champ auf dem Markt und so wird es langsam Zeit, sich dem Output der Amerikaner zu widmen. Ein stimmiges, fast schon zu glattes Dance-Pop-Album mit etlichen Höhepunkten haben die drei Jungs aus Chicago da zusammengezimmert, angefangen beim Opener, dem wohl hitverdächtigsten Song des Albums, Shake, der einen schonmal bestens einstimmt für eine Dreiviertelstunde Indie-Synth-Pop, die nur gegen Ende etwas schwächelt. Vorher gibt es noch Kracher wie Artificial Man, aber auch etwas zurückgelehntere Songs wie Cold Dust Girl mit grandiosen Synthiewänden oder Neverest, die es übrigens beide auf der Homepage von Hey Champ kostenlos zum runterladen gibt.
bewertung_4

Die anderen: „Flaws aside, Hey Champ’s Star is an album of influences and disco cool. Its shameless lack of identity is both its greatest strength and greatest weakness“ (blogcritics.org)

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Ira Atari & Rampue: Just Fu**in Dance It EP

robynVÖ: bereits erhältlich / Audiolith / Broken Silence. Dass es auch härter geht, haben Ira Atari & Rampue schon bewiesen, zum Beispiel auf ihrer Hammer-Debüt-Single My Name Is Ira oder zuletzt in Schallgeschwindigkeit bei Space Rocket. Dashalb werden jetzt auf der Just Fu**in Dance It EP auch mal die leiseren Töne angeschlagen, nur um auf dem Großteil der 6 Tracks (Auf der CD-Version der EP gibt es nochmal 5 Songs obendrauf) wieder in die Vollen zu gehen. Aber gerade der gediegenere Sound steht dem Duo sehr gut zu Gesicht, mit dem Song Dance In The Rain ist den beiden ein ganz großes Stück Pop gelungen, Ohrwurmpotential inklusive. Tanzen kann man dazu natürlich ebenfalls, und das auch bei Sonnenschein und 35 Grad im Schatten.
bewertung_4

Die anderen: „Rampue bastelt mitreißende Beats zusammen und Ira singt mit ihrer gewohnt frechen Stimme die passenden Zeilen dazu. Alles in allem haben Ira Atari & Rampue mit dieser EP ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, wo ihre Stärke als Duo liegt und machen Lust auf ein vollständiges Album.“ (mainstage.de)

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Robyn: Body Talk Pt. 1

robynVÖ: bereits erhältlich / Ministry Of Sound / Warner. Jetzt also ist es soweit, mit Body Talk Pt. 1 steht das neue Album von Robyn in den Regalen, und die beste Nachricht gleich zu Beginn: Das Album ist das erste von drei, die alle noch dieses Jahr erscheinen sollen. Die schlechte Nachricht beschränkt sich dann darauf, dass es wohl eher EPs werden, wobei Part 1 immerhin 8 Songs beinhaltet. Und da sich unter denen keine wirklichen Durchhänger befinden, darf man getrost zugreifen. Songs wie Don’t Fucking Tell Me What To Do oder None Of Dem mit Röyksopp zeigen, dass die junge Schwedin nicht nur auf Schmuse(electro)popsongs steht, sondern auch mit Housebeats punkten kann. Dass Robyn aber auch ganz anders kann, zeigt das von Diplo produzierte Dancehall Queen, das ein weiteres Highlight des Albums ist. Der Rest ist solider bis genialer Electropop.
bewertung_5

Die anderen: „Cyborgs kommen in deine Stammkneipe und geben dir einen Zungenkuss – und zum Schluss geht’s noch zu dem Einen nach Hause. (…) Und als Bonus: zwei Balladen, von denen eine toll und eine auf Schwedisch ist.“ (intro.de)

hypefaktor_hochHypefaktor: Nachdem Robyn in England schon Nummer 1 war und mittlerweile schon mit Madonna getourt hat, kommt sie jetzt aber endgültig auch in Deutschland an. Watch Out!

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Kele: Tenderoni

Kele allein im Club: Während Bloc Party auf unbestimmte Zeit pausieren, tobt sich ihr Frontmann auf dem Dancefloor aus. Fans der Band müssen sich vermutlich erstmal an das elektronische Gerät gewöhnen, dass Okereke auf seinem ersten Soloalbum The Boxer auffährt. Insgesamt deutlich weniger verkopft und progressiv als die letzten BP-Songs, dafür straight nach vorne auf einer coolen Bassline. Das Schöne daran: Kele ist es offenbar völlig wurscht, ob er Kritiker oder Fans enttäuscht. So ist die erste Single Tenderoni durchaus als Befreiungsschlag zu verstehen.

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