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Lieblinge

Lieblinge: Juli 2010

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Da hat es uns aber schwer erwischt, das Sommerloch. Ganz fies hat es sich allmählich ausgebreitet und uns dann hinterrücks überfallen. Nur für kurze Zeit konnten wir ihm entrinnen und uns mit Mühe und Not aufs Melt! retten, danach hat es uns wieder voll vereinnahmt. Nichtsdestotrotz hat es noch zu ein paar Favoriten gereicht, die wir jetzt hier umso stolzer präsentieren.

Lieblinge des Monats Juli:

1. Ira Atari & Rampue Dance In The Rain
2. Hurts Better Than Love
3. Crystal Castles Baptism
4. Medina You And I (Gooseflesh Remix)
5. N*E*R*D Hot-N-Fun (Boys Noize Remix)

Live

Melt! 2010: Du hast da Glitzer am Auge … (Teil 1)

Zurück in der guten alten bajuwarischen Heimat erholen wir uns gerade von den Strapazen des diesjährigen Melt!-Festivals. Was uns so geschlaucht hat? Lest selbst in unserem dreiteiligen Erlebnisbericht – der erste seit der dritten Klasse!

Melt! extrem: Bei tropischen Temperaturen und einer erbarmungslos stechenden Sonne hätte unser schicker Pavillon sicher einen prima Schattenspender abgegeben. Wenn ihn der Orkan, der im letzten Jahr über das Festival-Gelände tobte, nicht in 1000 Fetzen gerissen hätte. Schade darum, aber auch egal, denn: Was ein echter Melt!-Jünger ist, dem können schlappe 35 Grad nix anhaben.

Rote Lippen, güldene Äuglein, Glitzer an der Backe – den Errungenschaften der Kosmetik-Industrie kann selbst literweise Schweiß nicht zu Leibe rücken. Wer von derlei Schmuckwerk keinen Schimmer hat, sollte einen Blick ins kostenlose Festival-Heftchen werfen. Das verrät beispielsweise, dass Biker-Boots „in“ und New-Rave-Brillen „out“ sind. Beides haben wir nicht dabei, was die Chancen als „neutral“ durchzugehen erhöhen dürfte. Vielleicht ruiniert das 13 Jahre alte Black-Flag-Shirt aber auch alles.

Hurts indes sind modisch über jeglichen Zweifel erhaben. Die piekfeine Combo aus Manchester hat Knigge und Vogue studiert und erstrahlt mit makelloser Haut in perfekt sitzenden Anzügen. Nicht nur optisch denken wir an Heaven 17, jene Yuppie-Waver der Achziger, deren Ironie kein Mensch verstehen wollte/konnte. Nicht die schlechteste Referenz, zumal Hurts mit ihrem perfekten Elektropop inklusive klassischen Gesangselementen für Atmosphäre sorgen.

Schicker sind auch Tocotronic geworden, die die alten Adidas-Leibchen spätestens Ende der Neunziger gegen Hemden eingetauscht haben. Vergessen sind die alten Zeiten jedoch nicht. Dirk von Lowtzow verkündet von „Drüben auf dem Hügel“: „Let There Be Rock“. Überzeugend, spielfreudig, immer noch packend.

Teil 2 folgt …

Links: Homepage / Myspace

(Foto: Melt! / Tobias Vollmer)

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Hurts: Better Than Love

Hurts legen einen drauf: Die zweite Single Better Than Love der Jungs aus Manchester steht dem Erstling Wonderful Life in nichts nach. Diesmal nicht mehr ganz so ruhig, aber genauso eingängig und wieder mit enormen Hitpotential. Und das Beste zum Schluss: Den Song gibt es immer noch als freien Download auf der Band-Homepage, wenn man sich für den Newsletter anmeldet. Das macht Lust auf mehr und das warten auf das Album, das Ende August erscheinen soll, wird sich hoffentlich lohnen.

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hypefaktor_hochHypefaktor: Nachdem Wonderful Life mittlerweile schon der Frühstückstipp eines regionalen Radiosender war, wird Better Than Love mindestens die Welt erobern.

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Hurts: Wonderful Life

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Es geht auch mal ruhig: Hurts aus Manchester haben mit Ihrer Ballade Wonderful Life schon für einige Unruhe in England und mittlerweile auch der hiesigen Blogosphäre gesorgt. Jetzt sind sie auf der neuen Kitsuné Maison Compilation 9 mit einem Remix des Songs durch niemand geringeren als Arthur Baker (Produzent unter anderem von New Order) vertreten, der noch eine Schippe Elektropop drauflegt.

Links: Homepage / Myspace / Album kaufen

hypefaktor_hochHypefaktor: Triefender 80s-Pop mit leiseren Tönen, wird sicher auch hierzulande was Großes. Der Remix dürfte der Karriere von Hurts bestimmt den letzten Kick geben.

Hier der Original-Song:

Und der Arthur Baker-Remix: