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Lieblinge

Lieblinge: März 2010

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Schon wieder ist ein Monat vorüber und anstatt eines Aprilscherzes gibt es bei uns, wie gewohnt zum Monatsanfang, die eigenhändig ausgewählten Prachtexemplare des vergangenen Monats zu bestaunen. Das ist diesmal eine etwas remixlastige Angelegenheit, aber lest selbst…

Lieblinge des Monats März:

1. Miike Snow Silvia (Redial Remix)
2. The Pixies Where Is My Mind (Bassnectar Remix)
3. Bratze Ohne Das Ist Es Nur Noch Laut
4. Freakatronic Bon Soir (Zingone Remix)
5. Malente & Azzido Da Bass They’re Killin’ It!

Reviews

Bratze: Korrektur Nach Unten

Bratze_KorrekturNachUntenVÖ: 19.03.10 / Audiolith / Broken Silence. Bratze sind zurück und machen da weiter, wo sie mit dem 2007er Album Kraft (schon wieder 3 Jahre her, hätte ich jetzt nicht gedacht) aufgehört haben. Und dass es in der symbiotischen Zusammenarbeit zwischen dem Elektro-Soundtüftler Der Tante Renate und dem Indie-Chanteur Clickclickdecker noch Luft nach oben gab, zeigt jetzt der neue Longplayer Korrektur Nach Unten Und Die Notwendigkeit Einer Übersetzung. Hier treffen intelligente Texte auf fette Beats, und das geht in Zeiten von Electro-Schlagersongs und »Dingalingaling«-Texten runter wie Öl. Und nimmt den lauter werdenden Stimmen der Audiolith-Kritiker selbiges aus dem Feuer (oder so ähnlich). Es geht eben auch intellektuell beim Hamburger Party-Label. Nicht ohne Abfeiern, aber wenigstens mit Stil. Das zeigt auch das selbstironische Low-Budget-Video zur Single mit dem wunderbaren Titel Ohne Das Ist Es Nur Noch Laut.
bewertung_4

Die anderen: Haben bisher noch nichts zu sagen.

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Reviews

Die Sterne: 24/7

diesterne247VÖ: 26.02.10 / Materie Records / Rough Trade. Dass Die Sterne keinen klassischen Indie-Pop Hamburger Schule mehr machen, haben wir letztes Jahr mit ihrer EP Der Riss mitbekommen. Den dort eingeschlagenen Weg hin zu elektronischen Klanggewändern gehen die drei Hamburger jetzt mit 24/7 auch auf Albumlänge weiter. Der Produzent und DJ Mathias Modica aka Munk versorgt sie dabei mit den eigentlich Sterne-untypischen treibenden elektronischen Beats. Und diese Symbiose kann sich sehen bzw. hören lassen: Entstanden ist ein sehr tanzbares und dabei ziemlich lässiges Disco-Album mit intelligenten deutschen Texten, das wir in dieser Art viel zu selten in den Player schieben dürfen, einzig Bratze fallen mir da als Referenz noch ein, aber die sind noch eine Schippe härter unterwegs.
bewertung_4

Die anderen: „So dominiert auf 24/7 der Beat, die eingängigen Melodien liefern Synthesizer und Klavier, was die Musik vielschichtiger macht, als die der früheren Alben.“ (laxmag.de)

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Juri Gagarin: Cobra

juri_gagarin_cobraVÖ: 27.11.09 / Audiolith. Audiolith, die Zweite: Nach Supershirt kommen demnächst Juri Gagarin mit neuem Album um den Mond. Dazu holten sie sich kurzerhand die Sängerin Flicke mit ins Boot (schon gehört auf Supermarkt und zuletzt auf Give Or Take), und das tut dem Duo verdammt gut. Nicht dass sie ohne female Vocals schlecht gewesen wären, aber sie hebt die beiden auf das nächste Level. So nähern sich Juri Gagarin vorsichtig dem Pop, ohne dabei dem Technopunk die kalte Schulter zu zeigen, denn die typischen Beats sind geblieben. Und spätestens bei Take Over mit Bratze hält einen nichts mehr auf dem Sofa. Diese Platte ist pure Energie und selbst ohne Gesang (auf Buran) wird gerockt als gäbe es kein Morgen. Einen kostenlosen Remix der Vorab-Single Wet Dreams gibt es unten, auch als Download.
bewertung_5

Die anderen: „Schwielige Arbeiterhände brannten sie auf reflektierende Scheiben: 12 Track die schnell sind und kicken in guter alter bratziger Technomanier!“ (subculture)

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Juri Gagarin – Wet Dreams (Elvis Creep Remix) by Audiolith