Category

Reviews

Reviews

Freakatronic: Error

freakatronic_errorVÖ: 19.11.2010 / ITD. Freakatronic, unsere Lieblings-Roboter-Combo from Outer Space (Essen klingt halt einfach nicht so sexy) legt heute das erste Full-Length-Album vor und mit dabei sind neben ihren mir bisher bekannten gesammelten Gassenhauern wie Voll Der Hit, Carneval auf der Kouch, Barbarenorchester und zuletzt Bon Soir immerhin noch 9 weitere Songs, zieht man die Interludes mal ab. Über die Qualität der oben genannten Hits brauche ich nichts mehr zu sagen, der Rest ist immer noch gut bis merkwürdig (»Zigaretten aus Ägypten, lass mal lieber keine rauchen, irgendwie sehn die komisch aus«). Absolutes Must-Have also für alle, die auf Sprechgesang mit House-Beats stehen und Freakatronic noch nicht kennen, Fans kaufen sich das Album sowieso. Den Teasersong Soundcheck gibt es übrigens als Free-Download bei Soundcloud.
bewertung_4

Die anderen: Haben noch nichts verlauten lassen.

Links: Myspace / Facebook / Kaufen

Und wer’s noch nicht kennt, schämen und anschauen:

Reviews

Various: Bustin’ Out 1983

VÖ: bereits erhältlich / Year Zero / Futurenoise / Rough Trade. Zurück in die Zukunft: Angesichts der Lawine neuer Elektropop-Acts, die aktuell die Blogs unter sich begraben, kann es lohnenswert sein, sich kurzzeitig auf die Wurzeln des Synthie geschwängerten Sounds zu besinnen. Eine prima Gelegenheit dazu bietet die feine Compilation Bustin’ Out – New Wave To The New Beat Volume 3, die sich diesmal dem Jahr 1983 widmet. Mit dabei: Anne Clark, Front 242, New Order, Cocteau Twins und die Hamburger Combo Xmal Deutschland, die bezeichnenderweise im Ausland größere Erfolge feierte als in der bundesrepublikanischen Heimat.
bewertung_4

Die anderen: “Jeder, der nach einem Track für einen Independent-Film sucht, muss hiermit nicht länger suchen.” (Vainzine2)

Links: Homepage / Facebook

Reviews

Goose: Synrise

goose_synriseVÖ: bereits erhältlich / !K7 Records / Alive. Das gefürchtete zweite Album einer Band ist ja oft schwierig, es schafft fast nie den Anschluss an den Erstling, noch dazu wenn das Debüt einigermaßen umjubelt war. Anders bei Goose, unserem Lieblingsexport aus Belgien: Hier wird gar nicht erst versucht, ein zweites Bring It On nachzulegen, denn Synrise präsentiert sich vielseitiger und längst nicht mehr so rockig. Einige Songs wie Can’t Stop Me Now oder As Good As It Gets orientieren sich zwar noch am alten Goose-Stil, aber schon der namensgebende Opener Synrise zeigt, wohin die Reise geht: Mehr Pop, mehr 80er und alles wirkt irgendwie glatter. Aber mit dem fantastischen, Depeche Mode-angehauchten Words ist der nächste Hit bereits in den Startlöchern.
bewertung_4

Die anderen: “Disco, New-Wave, Dance-Punk, Techno-Kuhglocken und Pop – Goose würfeln alles zusammen, was nicht bei Drei einen Kurzschluss vortäuscht. Dabei schaffen sie sich trotzdem ein hohes Maß an Individualität…” (motor.de)

Links: Homepage / Myspace / Facebook / Kaufen

Reviews

Saalschutz: Entweder Saalschutz

entweder saalschutzVÖ: 29.10.2010 / Audiolith Records / Broken Silence. Bei ihrem dritten Studioalbum Entweder Saalschutz legen die Schweizer M T Dancefloor und DJ Flumroc soundtechnisch noch eine Schippe drauf. Daher hört es sich nicht mehr ganz so textbezogen-minimalistisch an wie die alten Saalschutz-Sachen, man hört deutlich den Einfluß von Der Tante Renate, der das Album mitproduziert hat. Aber inhaltlich bleiben sich Saalschutz treu: Intelligenter Nonsens trifft auf Kinderreime, die von platten bis geistreichen Parolen abgelöst werden. Hierbei gilt es natürlich den Partykracher Ravepunk Für Eine Bessere Welt zu erwähnen, der mit keinem der drei genannten Elemente geizt. Den Psilodump-Remix des Songs, der als Single ja bereits erhältlich ist, gibt es übrigens zum kostenlosen Download bei Soundcloud.
bewertung_3

Die anderen: “Es fetzt, dieses elektronische Pendant der Sportfreunde Stiller. Und es verspricht knarzig-verpogte Stunden inner Disse.” (electrozine.net)

Links: Blog / Myspace / Kaufen

Reviews

Robyn: Body Talk Pt. 2

robynVÖ: 10.09.2010 / Ministry Of Sound / Warner. Versprochen ist versprochen, deshalb gibt es im September (pünktlich zu ihrem Auftritt auf dem Berlin Festival) Body Talk Pt. 2, schließlich ist nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten, und der dritte Teil muss ja auch noch raus in dem Jahr. Auch Part 2 wartet wieder mit 8 Songs auf, darunter wieder eine Acoustic Version und jetzt der »echte« Mix von Hang With Me, dem Akustik-Stück des letzten Teils. Und auch diesmal gibt es keine wirklich nennenswerten Fehlschüsse. Im Gegenteil, das lang erwartete U Should Know Better mit Gaststar Snoop Dogg oder die neue Single Hang With Me (s.o.) beweisen, dass Robyn hier nicht mit Talent geizt. Ansonsten zeigt die junge Schwedin auf dem zweiten Mini-Album öfter auch ihr Faible für treibende Wiederholungen (We Dance To The Beat, Criminal Intent). Alles in Allem eine überaus gelungene Fortsetzung.
bewertung_4

Die anderen: “Aus diesen drei Halbjahrs-EPs hätte man sogar sechs für zwei Jahre stricken können. Alles irre, aber eben auch irre gut.” (intro.de)

hypefaktor_hochHypefaktor: Nachdem ich es schon für das letzte Album prophezeit habe, jetzt aber wirklich! Viel poppiger geht nicht, Snoop Dogg tut das übrige und allerspätestens mit Body Talk Part 3 kommt der Durchbruch dann aber sowas von!

Links: Homepage / Myspace / Kaufen

Reviews

Hey Champ: Star

hey champ starVÖ: bereits erhältlich / Townie Records. Seit einem guten Monat ist das Debütalbum Star von Hey Champ auf dem Markt und so wird es langsam Zeit, sich dem Output der Amerikaner zu widmen. Ein stimmiges, fast schon zu glattes Dance-Pop-Album mit etlichen Höhepunkten haben die drei Jungs aus Chicago da zusammengezimmert, angefangen beim Opener, dem wohl hitverdächtigsten Song des Albums, Shake, der einen schonmal bestens einstimmt für eine Dreiviertelstunde Indie-Synth-Pop, die nur gegen Ende etwas schwächelt. Vorher gibt es noch Kracher wie Artificial Man, aber auch etwas zurückgelehntere Songs wie Cold Dust Girl mit grandiosen Synthiewänden oder Neverest, die es übrigens beide auf der Homepage von Hey Champ kostenlos zum runterladen gibt.
bewertung_4

Die anderen: “Flaws aside, Hey Champ’s Star is an album of influences and disco cool. Its shameless lack of identity is both its greatest strength and greatest weakness” (blogcritics.org)

Links: Homepage / Myspace / Reinhören und kaufen