VÖ: 15.02.10 / hfn music / Roughtrade. Direkt aus dem Epizentrum der Kopenhagener Elektroszene, kraxelt Kasper Björke an die Spitze von Utopia. Im Rucksack hat er dabei den Danish Music Award als bester Produzent. Nicht die schlechteste Referenz – aber schwer zu schleppen das Teil. Vielleicht klingt der junge Mann bei den zehn Songs seines zweiten Albums deshalb ein wenig schwermütig. Spaß macht der schwülstige Elektropop im Stile von Hot Chip und WhoMadeWho trotzdem – manchmal zumindest. Björke rangiert zwischen cheesy Housetunes und knarzendem Minimalismus, schwer verdaulichem New-Age-Sound und zischenden Experimenten. Einige Hits, paar Füller. Pickt euch eure Favoriten raus.
Die anderen:“Standing On Top Of Utopia ist ein wirklich gelungener Nachfolger von In Gumbo und schickt einen, wenn man sich darauf einlässt und durch die glitzernde Oberfläche dringt, auf eine wunderbare Reise.”(BLN.FM)
Kaum ist das neue Jahrzehnt angebrochen, buhlen schon wieder eine ganze Reihe fetter Acts um unsere Aufmerksamkeit. Auch diesmal fiel uns die Wahl nicht leicht, doch nach unzähligen schlaflosen Nächten präsentieren wir euch stolz: Die Lieblinge des Monats Januar!
VÖ: 29.01.10 / EMI. Mit einer heißen Clubnacht geben sich Hot Chip längst nicht mehr zufrieden. Die Jungs wollen nicht mehr und nicht weniger als den One Life Stand. Da genügt es nicht, einfach zacki-zacki ein paar Beats raus zu hauen, da ist Romantik gefragt. Das wissen die Londoner und präsentieren sich auf ihrem vierten Album ziemlich soulig und weniger verquer. Den richtigen Ton trifft dabei stets Alexis Taylor, der selbst das gospelhafte Slush nicht zur Peinlichkeit verkommen lässt. Für Tanzwütige empfehle ich allerdings I Feel Better, Thieves In The Night oder We Have Love in bester Achtziger-Disco-Manier – mit jeder Menge Remix-Potenzial.
Die anderen: ” … haben wieder eine ganze Handvoll reinrassiger Hot-Chip-Tanzwüter im Gepäck, die einen vehement von der Theke ins Getümmel unter der Diskokugel zerren. Eine Band für Singles eben.” (auftouren.de)