Monthly Archive for Februar, 2010

Reviews

Goldfrapp: Head First

goldfrapp_headfirstVÖ: 19.03.10 / Mute / EMI. Wo ein von Wolken überlagertes Frauengesicht drauf ist, ist Pop drin, soviel ist schon mal klar. Mit dieser Einstellung sollte man sich dem neuen Album Head First von Goldfrapp auch nähern, denn was anderes bekommt man nicht. Kristallklarer 80er-Jahre-Electropop vom Allerfeinsten. Wer drauf steht wird sich die Hände reiben, denn Vergleiche mit ABBA und der frühen (nicht der heutigen, beliebig zwischen R&B und House wandelnden) Madonna liegen nahe. Nur knapp über 30 Minuten, verteilt auf 9 Songs, von denen etliche den direkten Weg in den Gehörgang finden. Manchmal allerdings zu glatt oder schon fast langweilig, was die beiden Briten hier auftischen, aber zum Beispiel die Vorab-Single Rocket oder I Wanna Life bergen gehöriges Hitpotential, spätestens im Grum-Remix.
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Die anderen:Head First’s singalong hooks and day-glo synths stand in marked contrast to the unhurried, pastoral sounds of Goldfrapp’s previous album, 2008’s Seventh Tree(EW Music Mix)

hypefaktor_hochHypefaktor: Die 80er-Jahre-Retro-Welle ebbt zwar eigentlich schon ab, aber mit diesem Album erwischen Goldfrapp auch noch die resistentesten 80er-Hype-Verweigerer, bevor die 90er dann endgültig zuschlagen. Top-Ten-Alarm!

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Nick Thayer: Reach For The Lasers

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Sidney Samson veröffentlichte letztes Jahr einen Track, der so manchen Floor zum Beben brachte. Das Erfolgsgeheimnis: DJ-freundliches langes Intro, Handbremsen-Break, kreischende aber definierte Synths und ständiger Spannungsaufbau. Das Resultat: schwitzende und kreischende Tanzwütige, sowohl in der Dorfdisko als auch im Szeneclub. Reach For The Lasers baut zwar auf einem sehr ähnlichen Gerüst auf, jedoch hat Nick Thayer bei seiner Interpretation von aktueller Clubmusik  nicht an verspielten Details gespart. Beste Vorraussetzungen also, um in die Plattencases von Größen wie z. B. Kissy Sell Out zu wandern und auf BBC Radio 1 von Kissy in den Himmel gelobt zu werden. Wohl bekomm’s …

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Reach For The Lasers on Kissy Sell Out Radio 1 by Nick Thayer

Shortcuts

Cut Copy: Lights And Music (Moullinex Remix)

Moullinex

Da hat sich wohl jemand Ärger mit der Küchenmaschinen-Branche eingehandelt. Oder wie sollen wir uns das taufrische zweite „L“ im Namen des Münchner Gomma-Remixers Moullinex plötzlich erklären? Wie auch immer, gegessen wird, was aufn Tisch kommt. In diesem Fall Eingefrorenes, das wir anlässlich der Namenserweiterung gerne noch mal auftauen: Moullinex’ Version von Cut Copys Lights And Music. Die Zutaten: mittelschnelle Beats, pathetischer Discosound an der Schwelle zum Kitsch und eingestreute Vocals. Eher was für den Nachtisch, als ein Appetizer für durchtanzte Clubnächte. Trotzdem lecker.

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Reviews

Kasper Björke: Standing On Top Of Utopia

Kasper Bjoerke CoverVÖ: 15.02.10 / hfn music / Roughtrade. Direkt aus dem Epizentrum der Kopenhagener Elektroszene, kraxelt Kasper Björke an die Spitze von Utopia. Im Rucksack hat er dabei den Danish Music Award als bester Produzent. Nicht die schlechteste Referenz – aber schwer zu schleppen das Teil. Vielleicht klingt der junge Mann bei den zehn Songs seines zweiten Albums deshalb ein wenig schwermütig. Spaß macht der schwülstige Elektropop im Stile von Hot Chip und WhoMadeWho trotzdem – manchmal zumindest. Björke rangiert zwischen cheesy Housetunes und knarzendem Minimalismus, schwer verdaulichem New-Age-Sound und zischenden Experimenten. Einige Hits, paar Füller. Pickt euch eure Favoriten raus.
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Die anderen: “Standing On Top Of Utopia ist ein wirklich gelungener Nachfolger von In Gumbo und schickt einen, wenn man sich darauf einlässt und durch die glitzernde Oberfläche dringt, auf eine wunderbare Reise.” (BLN.FM)

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Lieblinge

Lieblinge: Januar 2010

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Kaum ist das neue Jahrzehnt angebrochen, buhlen schon wieder eine ganze Reihe fetter Acts um unsere Aufmerksamkeit. Auch diesmal fiel uns die Wahl nicht leicht, doch nach unzähligen schlaflosen Nächten präsentieren wir euch stolz: Die Lieblinge des Monats Januar!

Lieblinge des Monats Januar:

1. Delphic Doubt
2. You Love Her Coz She’s Dead Young Tender Hearts Beat Fast
3. Hot Chip Take Me In
4. The Soft Pack C’Mon
5. Shout Out Louds Fall Hard

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Danger: All The Right Moves Remix

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Jetzt wird’s poppig: Der französische DJ Danger ist Comic- und Videospielfan und nennt seine eigenen Releases gerne mal 4h30 oder 9h20. Allerdings macht er mehr und mehr auch als Remixer von sich reden, zum Beispiel durch die grandiose Neuinterpretation von Divine (Frankreichs Grand Prix-Beitrag von Sebastien Tellier aus dem Jahr 2008), ich empfehle an dieser Stelle aber den etwas aktuelleren Remix des eingängigen All The Right Moves von One Republic.

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