Noch zwei Wochen bis zur Weltmeisterschaft, da müssen wir Hypehunters natürlich irgendwas zu machen. Sonst stehen wir marketingtechnisch saudeppert da. Schließlich heißen in diesen wilden Wochen sogar die Kartoffelplättchen beim Discounter nicht mehr Chips sondern »Tor-Snack«. Und der Antipasti-Mix erstrahlt in wenig Magen schonendem Schwarz-Rot-Geil. Also, auf geht’s: Hier kommen unsere musikalischen Nominierungen für den Monat Mai, die fantastische Fünf steht, der Kader ist voll. Einige müssen zu Hause auf dem Turntable bleiben und sind traurig, andere haben sich kurz vor der Veröffentlichung noch ein paar Beats gebrochen oder das Tonband angerissen. So ist das eben im Fußball-Geschäft!
Immer wieder der Two Door Cinema Club, doch diesmal im Remix von The Twelves. Und die beiden DJs aus Brasilien haben schon so manchen Song veredelt, unter anderem Hits von Fever Ray, La Roux oder den Black Kids. Und so wird auch der an sich schon grandiose Originalsong Something Good Can Work mit behutsamen Mitteln und einem aufgepeppten Bass endültig zu einem Dancefloor-Filler.
Geschafft: Hinter uns liegt ein knallharter Februar mit gar nicht mal sooo witzigen „Gaudiwürmern“, kotzenden Clowns und Konfetti ballernden Spaßkanonen vor unserer Tür. Das zerrt an den Nerven und provoziert den Gegenschlag mit fetten Beats: Hier sind unsere Lieblinge des närrischen Monats – garantiert ohne „Hossa“ und farbige Huftiere.
VÖ: 05.03.10 / Cooperative Music / Universal. Als ich im November über die Single I Can Talk berichtet habe, hatte ich mir in etwa dieses Album dazu vorgestellt. Also haben die Jungs vom Two Door Cinema Club so ziemlich alles richtig gemacht. Gerade die Tracks Do You Want It All? und Undercover Martyn stehen der ersten Single in nichts nach, und auch ansonsten hat das Album einiges zu bieten. Die drei Iren verstehen es nämlich gekonnt, Einflüsse aus Indie, Elektronik und Afrobeat zu mischen (Ein Vergleich mit Foals liegt nahe), und so ergibt sich aus dem Ganzen mehr als die berühmte Summe der einzelnen Teile. Ein durchwegs gelungenes Album also, einziger Wehrmutstropfen: Die Spieldauer von einer guten halben Stunde lässt schon zu wünschen übrig.
Die anderen: “Auch die letzen drei Tracks des Albums können das Niveau halten, was zur erfreulichen Bilanz führt, dass sich auf Tourist History kein einziger schlechter Song findet.” (Musiktip)
Hypefaktor: Ohne mich dabei weit aus dem Fenster zu lehnen, das ist schon mal der erste Anwärter auf das (Hype-)Album des Jahres. Und das auch wirklich verdient. Punkt.
Ab sofort ziert eine neue Rubrik unsere Sidebar: Unter Lieblinge gibt es jetzt immer die vierwöchentlichen Top-Hits der Autoren zum Nachlesen, die hoffentlich auch noch im nächsten Monat das Maß der Dinge sein werden.
Am 23. November kommt mit I Can Talk die neue Single (die ja auf der achten Kitsuné Compilation schon mit einem Remix angeteased wurde) der drei Jungs vom Filmclub. Und ich muss sagen, das Teil geht richtig gut ab, Afro-Beat-Touch inklusive. Chapeau, Two Door Cinema Club, mehr davon! Dafür wird dann hoffentlich auf dem Album gesorgt, das im Februar 2010 erscheinen soll.
Hypefaktor: So muss Indie klingen im Jahr 2009. Würde mich wundern, wenn der Two Door Cinema Club nicht spätestens mit seinem Debüt-Album Kurs auf die Charts nimmt.
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