Im typischen Hadouken-Soundgewand kommt Mecha Love, der Vorbote des dritten Studioalbums der Band um die Gründungsmitglieder James Smith und Daniel Rice, daher. Ruhiges Intro, nach einer guten Minute dann aber endlich der Bass, der einen sofort den Dancefloor entern lässt. Anfang nächsten Jahres soll dann schon der Nachfolger ihres erst im Januar 2010 erschienenen Albums For The Masses folgen.
Als Teaser zu Body Talk Part 3 gibt es Indestructible, den Akustik-Song des zweiten Body Talk-Albums, jetzt im Robyn-typischen Dance-Mix. Und wenn der Clou, ein fast als A Capella veröffentlichtes Lied kurze Zeit darauf als Single herauszubringen, wieder genauso gut funktioniert wie bei Hang With Me, haben wir hier den nächsten Hit. Und das völlig zu recht.
Hypefaktor: Ich weiß, es wird langsam zur Farce. Aber Indestructible, wie fast jeder Song von Robyn, hat dermaßen Potential, dass es wirklich nur eine Frage der Zeit ist, wann der große Durchbruch kommt.
Die beiden New Yorker Jason Friedman und Eleanore Everdell, die zusammen das Duo The Hundred In The Hands bilden, hatten 2009 mit ihrer ersten Single Dressed In Dresden schon einen veritablen Hit. Seit kurzem ist nun das selbstbetitelte Debütalbum The Hundred In The Hands draußen und es hält, was die Single angekündigt hatte: Die beiden verzaubern einen weiterhin mit elektronischer Popmusik von ihrer schönsten Seite. Für meinen heimlichen Lieblingssong des Albums Commotion gibt es jetzt ein eigenes Video und demnächst wohl auch eine Singleauskopplung.
VÖ: 29.10.2010 / Audiolith Records / Broken Silence. Bei ihrem dritten Studioalbum Entweder Saalschutz legen die Schweizer M T Dancefloor und DJ Flumroc soundtechnisch noch eine Schippe drauf. Daher hört es sich nicht mehr ganz so textbezogen-minimalistisch an wie die alten Saalschutz-Sachen, man hört deutlich den Einfluß von Der Tante Renate, der das Album mitproduziert hat. Aber inhaltlich bleiben sich Saalschutz treu: Intelligenter Nonsens trifft auf Kinderreime, die von platten bis geistreichen Parolen abgelöst werden. Hierbei gilt es natürlich den Partykracher Ravepunk Für Eine Bessere Welt zu erwähnen, der mit keinem der drei genannten Elemente geizt. Den Psilodump-Remix des Songs, der als Single ja bereits erhältlich ist, gibt es übrigens zum kostenlosen Download bei Soundcloud.
Die anderen:“Es fetzt, dieses elektronische Pendant der Sportfreunde Stiller. Und es verspricht knarzig-verpogte Stunden inner Disse.” (electrozine.net)
Er hat es schon wieder getan: Martin Solveig bittet Dragonette nach Boys & Girls auch auf der neuen Single Hello ans Mikro. Wäre das nicht schon Grund genug, den Track zu lieben, gibt es dazu aber noch ein Video im Tennismilieu, (gedreht einen Tag vor den French Open), das weder mit Arm- und Stirnbändern noch mit Stargästen (auch aus dem Tennismilieu) geizt. Dazu mimt Bob Sinclar, der zwar eigentlich nicht aus dem Tennismilieu stammt, den Gegenspieler und macht es dem guten Martin trotzdem nicht allzu leicht. Die ungeduldigen springen gleich auf Minute 2:40 und verpassen nur das etwas langwierige Intro. Achja, da war ja noch was: Der Song ist wie die Vorgänger-Single auch wieder ein niveauvoller Pop-Hit geworden.
Schon fast ausgestorben, halten Supershirt und Captain Capa an der selten gewordenen Gattung der Split-Single fest, nur um sogleich – getreu dem Titel Tote Tiere – von den Hypehunters fachgerecht erlegt zu werden. Genug Jägerlatein: Die 7″-Single mit Supershirts Dein Monster und Captain Capas Whales präsentiert sich ab 8. Oktober im Digital-Release als ganze EP mit 7 Songs. Und zwar mit je zwei der beteiligten Bands, zwei Remixen und dem titelgebenden Track Tote Tiere als Collabo, und letzteren gibt es sage und schreibe sogar höchst legal als kostenlosen Download bei Soundcloud. Freiwild sozusagen.
Dass Quentin Dupieux alias Mr. Oizo einen Film gedreht hat, dürfte sich ja mittlerweile schon rumgesprochen haben. Darin geht es um einen zum Leben erwachten Reifen, der entdeckt, dass er Gegenstände explodieren lassen kann. Klingt abgefahren? Ist es auch, und wird wohl der nächste große Scheiß nach Tarantino. Oder verschwindet in der Versenkung. Ich glaube allerdings ersteres. Der Teaser zum Film jedenfalls featured auch gleichzeitig den Titelsong der Soundtrack-EP Rubber. Beim musikalischen Teil des Films hat Mr. Dupieux zudem mit niemand geringerem als Gaspard Augé zusammengearbeitet, seines Zeichens die eine Hälfte von Justice. Den Film habe ich leider noch nicht gesehen, der Song ist aber schonmal ein Hammer-Brett (vor allem mit Stakkato-Video).
Über drei Jahre ist es schon wieder her, dass die Klaxons mit ihrem Debütalbum Myths Of The Near Future den New Rave eingeläutet haben. New-Rave-Hype hin oder her, das neue Lebenszeichen der vier Briten in Form der Single Echoes hat es jedenfalls wieder in sich: Poppiger Elektro-Rock von seiner besten Seite mit gehörigem Hitpotential. Das zugehörige Album Surfing The Void ist dieser Tage ebenfalls erschienen.