Archives

Electronic Electropop

Ira Atari: Moment

Nicht erst seit der 2014er-EP »Heroes« steht Ira Atari für eingängigen Electropop, aber seitdem steht der Name nicht mehr alleine für Frontfrau Ira: Bei einem Auftritt 2012 lernte sie Bernhard kennen, und seitdem ist aus Ira Atari ein Duo geworden. Nun kommt mit »Moment« der erste echte Longplayer, wenn auch nur 37 Minuten lang. Doch die haben es in sich: Von zeitgemäßem Pop zu Elektronik und zurück geht die Reise, tanzbar bleibt es dabei meistens. Überzeugen könnt ihr euch davon in den beiden bisher gedrehten Videos zu »Monday« und »Sleep«, die auf jeden Fall einen Blick Wert sind. Oder zwei. Oder drei…

Electropop Indietronic

Say Yes Dog: Plastic Love

Die drei Jungs von Say Yes Dog machen mit Ihrem Debütalbum »Plastic Love« da weiter, wo sie mit ihrer grandiosen 2013er-EP »A Friend« begonnen haben: Relaxter Indie House mit selbst gespielten Instrumenten zum zurücklehnen. Viel besser jedoch kann man darauf tanzen, denn der recht monotone Gesang kontrastiert sehr gelungen die extrem in die Beine gehenden Beats. Dadurch wird eine Stimmung aufgebaut, die man in dieser Art bislang nur von The Whitest Boy Alive oder Hot Chip kannte. Und das sind ja nicht die schlechtesten Referenzen.

Indie

Ludwig Van: Power

Ludwigvan

Die Flensburger Indie-Rocker mit dem fantastischen, aus »Clockwork Orange« entlehnten Bandnamen Ludwig van legen am 28. März ihr neues Album San Franfiasco vor, die Vorab-Single Power gibt es schon jetzt zu hören. Diese sowie das ganze Album strotzen nicht nur vor Energie, sondern sind auch eingängiger Rock von seiner besten Seite, immer mit einem tollen Gespür für Melodien und hier und da auch mit gehörigem Hitpotential.

Link: Homepage

Reviews

Freakatronic: Error

freakatronic_errorVÖ: 19.11.2010 / ITD. Freakatronic, unsere Lieblings-Roboter-Combo from Outer Space (Essen klingt halt einfach nicht so sexy) legt heute das erste Full-Length-Album vor und mit dabei sind neben ihren mir bisher bekannten gesammelten Gassenhauern wie Voll Der Hit, Carneval auf der Kouch, Barbarenorchester und zuletzt Bon Soir immerhin noch 9 weitere Songs, zieht man die Interludes mal ab. Über die Qualität der oben genannten Hits brauche ich nichts mehr zu sagen, der Rest ist immer noch gut bis merkwürdig (»Zigaretten aus Ägypten, lass mal lieber keine rauchen, irgendwie sehn die komisch aus«). Absolutes Must-Have also für alle, die auf Sprechgesang mit House-Beats stehen und Freakatronic noch nicht kennen, Fans kaufen sich das Album sowieso. Den Teasersong Soundcheck gibt es übrigens als Free-Download bei Soundcloud.
bewertung_4

Die anderen: Haben noch nichts verlauten lassen.

Links: Myspace / Facebook / Kaufen

Und wer’s noch nicht kennt, schämen und anschauen:

Reviews

Various: Bustin’ Out 1983

VÖ: bereits erhältlich / Year Zero / Futurenoise / Rough Trade. Zurück in die Zukunft: Angesichts der Lawine neuer Elektropop-Acts, die aktuell die Blogs unter sich begraben, kann es lohnenswert sein, sich kurzzeitig auf die Wurzeln des Synthie geschwängerten Sounds zu besinnen. Eine prima Gelegenheit dazu bietet die feine Compilation Bustin’ Out – New Wave To The New Beat Volume 3, die sich diesmal dem Jahr 1983 widmet. Mit dabei: Anne Clark, Front 242, New Order, Cocteau Twins und die Hamburger Combo Xmal Deutschland, die bezeichnenderweise im Ausland größere Erfolge feierte als in der bundesrepublikanischen Heimat.
bewertung_4

Die anderen: “Jeder, der nach einem Track für einen Independent-Film sucht, muss hiermit nicht länger suchen.” (Vainzine2)

Links: Homepage / Facebook

Reviews

Goose: Synrise

goose_synriseVÖ: bereits erhältlich / !K7 Records / Alive. Das gefürchtete zweite Album einer Band ist ja oft schwierig, es schafft fast nie den Anschluss an den Erstling, noch dazu wenn das Debüt einigermaßen umjubelt war. Anders bei Goose, unserem Lieblingsexport aus Belgien: Hier wird gar nicht erst versucht, ein zweites Bring It On nachzulegen, denn Synrise präsentiert sich vielseitiger und längst nicht mehr so rockig. Einige Songs wie Can’t Stop Me Now oder As Good As It Gets orientieren sich zwar noch am alten Goose-Stil, aber schon der namensgebende Opener Synrise zeigt, wohin die Reise geht: Mehr Pop, mehr 80er und alles wirkt irgendwie glatter. Aber mit dem fantastischen, Depeche Mode-angehauchten Words ist der nächste Hit bereits in den Startlöchern.
bewertung_4

Die anderen: “Disco, New-Wave, Dance-Punk, Techno-Kuhglocken und Pop – Goose würfeln alles zusammen, was nicht bei Drei einen Kurzschluss vortäuscht. Dabei schaffen sie sich trotzdem ein hohes Maß an Individualität…” (motor.de)

Links: Homepage / Myspace / Facebook / Kaufen