VÖ: 27.11.09 / Audiolith. Audiolith, die Zweite: Nach Supershirt kommen demnächst Juri Gagarin mit neuem Album um den Mond. Dazu holten sie sich kurzerhand die Sängerin Flicke mit ins Boot (schon gehört auf Supermarkt und zuletzt auf Give Or Take), und das tut dem Duo verdammt gut. Nicht dass sie ohne female Vocals schlecht gewesen wären, aber sie hebt die beiden auf das nächste Level. So nähern sich Juri Gagarin vorsichtig dem Pop, ohne dabei dem Technopunk die kalte Schulter zu zeigen, denn die typischen Beats sind geblieben. Und spätestens bei Take Over mit Bratze hält einen nichts mehr auf dem Sofa. Diese Platte ist pure Energie und selbst ohne Gesang (auf Buran) wird gerockt als gäbe es kein Morgen. Einen kostenlosen Remix der Vorab-Single Wet Dreams gibt es unten, auch als Download.
Die anderen:“Schwielige Arbeiterhände brannten sie auf reflektierende Scheiben: 12 Track die schnell sind und kicken in guter alter bratziger Technomanier!”(subculture)
VÖ: 30.10.09 / N.E.W.S. / Rough Trade. Hier ist der Name Programm: Das Pop liefern mit ihrem selbstbetiteltem Album Das Pop ein Pop-Album ab, das den Namen auch wirklich verdient. Eingängiger Gesang (vor allem bei den teilweise schon bekannten Underground, Never Get Enough und dem grandiosen Fool For Love), keinerlei elektronische Schnörkel (obwohl das Album von Soulwax produziert wurde) und durchwegs mit echten Instrumenten eingespielt. Wer Pop mag, liegt hier goldrichtig, mir jedoch ist das Ganze dann doch einen Tick zu seicht, denn außer den drei oben erwähnten Songs sticht zu wenig heraus. Das überaus gelungene Artwork verdient an dieser Stelle aber dennoch eine Erwähnung.
Die anderen:“Das Pop setzt auf schöne Geschichten, in poppige Sanftmut gehüllt und musikalisch vielfältig ausgeführt. Seit ein neuer Drummer an Bord ist, blüht Erzähler Bent zudem als charismatischer Full-Time-Frontmann endlich voll und ganz auf.”(laut.de)
VÖ: 20.11.09 / Kitsuné / Rough Trade. Bisher hat es das französische Label Kitsuné mal mehr, mal weniger gut geschafft, mit ihrer Werkschau zu beweisen, dass sie am Puls der Zeit sind. Mit der neuen, mittlerweile achten Auflage der Maison Compilation-Reihe rudert das Label wieder in trendsichere Gefilde. Und zwar mit einem transnationalen Rundumschlag an alten Bekannten und auch mit vielen neuen Gesichtern. Die Unterschiede zwischen Beiden verschwimmen von Anfang an ganz von alleine. Es ist einfach eine stimmige Auswahl, und dabei wird von Indie bis House auch auf sämtlichen Hochzeiten getanzt. Angefangen bei der Surf-Hommage Let’s Go Surfing der ganz sicher noch groß rauskommenden The Drums über das fantastische Star von Jolie Cherie bis hin zu Siriusmo‘s High Together. Hier stehen die kommenden Sternchen in den Startlöchern.
Die anderen:“Die Pariser Musik- und Fashionliebhaber hauen ihre achte Compilation raus. Und wie schon bei den sieben vorherigen Ausgaben ist ein gelungener und facettenreicher Mix entstanden.”(Raveline)
Hypefaktor: Diesmal haben es die Pariser Styler mal wieder geschafft: Neue wie alte Künstler wissen zu überzeugen, und über die einen oder anderen wird man noch viel sprechen – bis zur nächsten Kitsuné Maison Compilation.
VÖ: 09.10.09 / Pias / Rough Trade. Zum ersten Mal so richtig aufmerksam geworden bin ich auf die Editors durch den All Sparks-Remix von Phones. Doch auch die Indie-Originale machen einiges her. Doch mit dem vorliegenden dritten Studioalbum In This Light And On This Evening machen sie Dance-Remixe fast überflüssig, greifen die Herren doch mittlerweile höchstselbst zum Synthesizer. Was bei der Vorab-Single Papillon noch ganz gut klappt, verliert sich auf Albumlänge dann doch etwas in den fast durchwegs recht langsamen, melancholischen Songs, gepaart mit langatmigen Instrumentalparts. Die neu eingesetzte Elektronik kann also leider nicht über die aufkommende Langeweile hinwegtäuschen. Was bleibt ist die fantastische Stimme von Tom Smith.
Die anderen: “Keine Sekunde, die man in dieses Album investiert, ist am Ende verschwendet. Unser Wort darauf.” (Visions)
Er hat ja 2007 schon mit seiner »Aerius Light EP« auf sich aufmerksam gemacht, jetzt kommt er mit seiner neuen Single »One In A Million« allerdings um einiges poppiger um die Ecke. Was nicht unbedingt schlechter sein muss, French Touch für die Massen sozusagen. Für alle, die es trotzdem etwas härter mögen gibt es »One In A Million« aber auch im eigenen Club-Remix. Vergleicht selbst und wählt euren Favoriten:
»She moved in« ist ein sehr schöner Track des Balkan-Beats angehauchten »Sweetest Hangover«-Albums von Miss Platnum, eigentlich auch der einzige wirklich gute. Zumindest nach einem schnellen Durchhören bleibt nicht viel mehr hängen. Dazu gibt es das Video im Peter Fox-style – Kunststück, denn es ist von Peter Fox selbst gedreht.
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