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Freakatronic: Error

freakatronic_errorVÖ: 19.11.2010 / ITD. Freakatronic, unsere Lieblings-Roboter-Combo from Outer Space (Essen klingt halt einfach nicht so sexy) legt heute das erste Full-Length-Album vor und mit dabei sind neben ihren mir bisher bekannten gesammelten Gassenhauern wie Voll Der Hit, Carneval auf der Kouch, Barbarenorchester und zuletzt Bon Soir immerhin noch 9 weitere Songs, zieht man die Interludes mal ab. Über die Qualität der oben genannten Hits brauche ich nichts mehr zu sagen, der Rest ist immer noch gut bis merkwürdig (»Zigaretten aus Ägypten, lass mal lieber keine rauchen, irgendwie sehn die komisch aus«). Absolutes Must-Have also für alle, die auf Sprechgesang mit House-Beats stehen und Freakatronic noch nicht kennen, Fans kaufen sich das Album sowieso. Den Teasersong Soundcheck gibt es übrigens als Free-Download bei Soundcloud.
bewertung_4

Die anderen: Haben noch nichts verlauten lassen.

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Und wer’s noch nicht kennt, schämen und anschauen:

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Robyn: Body Talk Pt. 2

robynVÖ: 10.09.2010 / Ministry Of Sound / Warner. Versprochen ist versprochen, deshalb gibt es im September (pünktlich zu ihrem Auftritt auf dem Berlin Festival) Body Talk Pt. 2, schließlich ist nicht mehr viel Zeit bis Weihnachten, und der dritte Teil muss ja auch noch raus in dem Jahr. Auch Part 2 wartet wieder mit 8 Songs auf, darunter wieder eine Acoustic Version und jetzt der »echte« Mix von Hang With Me, dem Akustik-Stück des letzten Teils. Und auch diesmal gibt es keine wirklich nennenswerten Fehlschüsse. Im Gegenteil, das lang erwartete U Should Know Better mit Gaststar Snoop Dogg oder die neue Single Hang With Me (s.o.) beweisen, dass Robyn hier nicht mit Talent geizt. Ansonsten zeigt die junge Schwedin auf dem zweiten Mini-Album öfter auch ihr Faible für treibende Wiederholungen (We Dance To The Beat, Criminal Intent). Alles in Allem eine überaus gelungene Fortsetzung.
bewertung_4

Die anderen: “Aus diesen drei Halbjahrs-EPs hätte man sogar sechs für zwei Jahre stricken können. Alles irre, aber eben auch irre gut.” (intro.de)

hypefaktor_hochHypefaktor: Nachdem ich es schon für das letzte Album prophezeit habe, jetzt aber wirklich! Viel poppiger geht nicht, Snoop Dogg tut das übrige und allerspätestens mit Body Talk Part 3 kommt der Durchbruch dann aber sowas von!

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Hey Champ: Star

hey champ starVÖ: bereits erhältlich / Townie Records. Seit einem guten Monat ist das Debütalbum Star von Hey Champ auf dem Markt und so wird es langsam Zeit, sich dem Output der Amerikaner zu widmen. Ein stimmiges, fast schon zu glattes Dance-Pop-Album mit etlichen Höhepunkten haben die drei Jungs aus Chicago da zusammengezimmert, angefangen beim Opener, dem wohl hitverdächtigsten Song des Albums, Shake, der einen schonmal bestens einstimmt für eine Dreiviertelstunde Indie-Synth-Pop, die nur gegen Ende etwas schwächelt. Vorher gibt es noch Kracher wie Artificial Man, aber auch etwas zurückgelehntere Songs wie Cold Dust Girl mit grandiosen Synthiewänden oder Neverest, die es übrigens beide auf der Homepage von Hey Champ kostenlos zum runterladen gibt.
bewertung_4

Die anderen: “Flaws aside, Hey Champ’s Star is an album of influences and disco cool. Its shameless lack of identity is both its greatest strength and greatest weakness” (blogcritics.org)

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Ira Atari & Rampue: Just Fu**in Dance It EP

robynVÖ: bereits erhältlich / Audiolith / Broken Silence. Dass es auch härter geht, haben Ira Atari & Rampue schon bewiesen, zum Beispiel auf ihrer Hammer-Debüt-Single My Name Is Ira oder zuletzt in Schallgeschwindigkeit bei Space Rocket. Dashalb werden jetzt auf der Just Fu**in Dance It EP auch mal die leiseren Töne angeschlagen, nur um auf dem Großteil der 6 Tracks (Auf der CD-Version der EP gibt es nochmal 5 Songs obendrauf) wieder in die Vollen zu gehen. Aber gerade der gediegenere Sound steht dem Duo sehr gut zu Gesicht, mit dem Song Dance In The Rain ist den beiden ein ganz großes Stück Pop gelungen, Ohrwurmpotential inklusive. Tanzen kann man dazu natürlich ebenfalls, und das auch bei Sonnenschein und 35 Grad im Schatten.
bewertung_4

Die anderen: “Rampue bastelt mitreißende Beats zusammen und Ira singt mit ihrer gewohnt frechen Stimme die passenden Zeilen dazu. Alles in allem haben Ira Atari & Rampue mit dieser EP ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, wo ihre Stärke als Duo liegt und machen Lust auf ein vollständiges Album.” (mainstage.de)

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Foals: Total Life Forever

foalscoverVÖ: 07.05.10 / Warner Music International. Foals haben sich 2008 mit ihrem Debüt-Longplayer Antidotes erst in unsere Ohren und dann in unsere Herzen gespielt. Davon ist 2010 auf Total Life Forever leider nicht viel übrig. Es ist kein schlechtes Album, aber es wirkt weitaus weniger energiegeladen und keineswegs so eingängig wie der Vorgänger. Lediglich This Orient spielt fast noch in der Liga ihrer alten Hits wie Hummer oder Cassius. Der Rest ist ein ziemlich ruhiges Indie-Album geworden, wer also die alten Foals erwartet hat, wird arg enttäuscht sein. Wenn man die Band bisher allerdings nicht kannte und auf relaxte, poppige Indiesongs steht, kann man dem Album wahrscheinlich etwas abgewinnen. Mir erschließt sich das leider auch nach erneutem Hören überhaupt nicht, wohl ein typischer Fall von zweitem Album. Die Presse feiert es trotzdem, warum auch immer.
bewertung_2

Die anderen: “Auf Total Life Forever nun haben sie dem Pop ganz klar noch einem Schub nach vorne gegeben.” (intro.de)

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Moshi Moshi Singles Club 2: Compilation

moshi_moshiVÖ: 28.05.10 / Moshi Moshi / Roughtrade. Die Zeiten der Konzeptalben sind vorbei. Die Generation iTunes lädt Singles – brutal rausgerissen aus dem Gesamtkontext des Longplayers. Aber halt mal – deswegen gleich den Kulturpessimisten mimen? Hat ja auch sein Gutes. So hat sich das Londoner Label Moshi Moshi bei seiner Gründung 1998 aus purer Geldnot der Veröffentlichung einzelner Songs gewidmet und damit am Puls der Zeit einen steilen Aufstieg hingelegt. Zwischenzeitlich beherbergte die angesagte Plattenschmiede namhafte Acts wie Hot Chip, The Rakes oder Friendly Fires – Indie supreme. Einen abwechslungsreichen Überblick über das aktuelle Schaffen der Labelmacher bietet die Compilation Moshi Moshi Singles Club 2. Darauf tummeln sich feine Hits von Florence And The Machine, The Drums oder den Casiokids. Insgesamt 14 Nummern zwischen Elektro-Ekstase und Gitarren-Geschrammel – mit erfreulich wenig Füllmaterial, trotz des breiten Spektrums.

bewertung_4

Die anderen: “Dieses wirklich abwechslungsreiche Album nimmt dich mit auf eine Achterbahnfahrt durch das Beste aus dem Moshi Moshi Singles Club – du wirst jeden Song genießen.” (Poppedmusic.co.uk)

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