Das Melt! wirft seine gigantischen Schatten voraus: Auf der Festivalseite kann man jetzt kostenlos den exklusiven Track Gigantische Stahlgiganten von WhoMadeWho downloaden, der im für die Band typischen Stil eigens für das Event geschrieben wurde. Die Schweden stehen nämlich nach ihrem erfolgreichen Auftritt im letzten Jahr auch dieses Jahr wieder beim Melt! auf der Bühne. Ob ein Festival allerdings unbedingt eine eigene Hymne braucht, steht auf einem anderen Zettel.
Immer wieder der Two Door Cinema Club, doch diesmal im Remix von The Twelves. Und die beiden DJs aus Brasilien haben schon so manchen Song veredelt, unter anderem Hits von Fever Ray, La Roux oder den Black Kids. Und so wird auch der an sich schon grandiose Originalsong Something Good Can Work mit behutsamen Mitteln und einem aufgepeppten Bass endültig zu einem Dancefloor-Filler.
VÖ: 19.03.10 / Audiolith / Broken Silence.Bratze sind zurück und machen da weiter, wo sie mit dem 2007er Album Kraft (schon wieder 3 Jahre her, hätte ich jetzt nicht gedacht) aufgehört haben. Und dass es in der symbiotischen Zusammenarbeit zwischen dem Elektro-Soundtüftler Der Tante Renate und dem Indie-Chanteur Clickclickdecker noch Luft nach oben gab, zeigt jetzt der neue Longplayer Korrektur Nach Unten Und Die Notwendigkeit Einer Übersetzung. Hier treffen intelligente Texte auf fette Beats, und das geht in Zeiten von Electro-Schlagersongs und »Dingalingaling«-Texten runter wie Öl. Und nimmt den lauter werdenden Stimmen der Audiolith-Kritiker selbiges aus dem Feuer (oder so ähnlich). Es geht eben auch intellektuell beim Hamburger Party-Label. Nicht ohne Abfeiern, aber wenigstens mit Stil. Das zeigt auch das selbstironische Low-Budget-Video zur Single mit dem wunderbaren Titel Ohne Das Ist Es Nur Noch Laut.
VÖ: 05.03.10 / Cooperative Music / Universal. Als ich im November über die Single I Can Talk berichtet habe, hatte ich mir in etwa dieses Album dazu vorgestellt. Also haben die Jungs vom Two Door Cinema Club so ziemlich alles richtig gemacht. Gerade die Tracks Do You Want It All? und Undercover Martyn stehen der ersten Single in nichts nach, und auch ansonsten hat das Album einiges zu bieten. Die drei Iren verstehen es nämlich gekonnt, Einflüsse aus Indie, Elektronik und Afrobeat zu mischen (Ein Vergleich mit Foals liegt nahe), und so ergibt sich aus dem Ganzen mehr als die berühmte Summe der einzelnen Teile. Ein durchwegs gelungenes Album also, einziger Wehrmutstropfen: Die Spieldauer von einer guten halben Stunde lässt schon zu wünschen übrig.
Die anderen: “Auch die letzen drei Tracks des Albums können das Niveau halten, was zur erfreulichen Bilanz führt, dass sich auf Tourist History kein einziger schlechter Song findet.” (Musiktip)
Hypefaktor: Ohne mich dabei weit aus dem Fenster zu lehnen, das ist schon mal der erste Anwärter auf das (Hype-)Album des Jahres. Und das auch wirklich verdient. Punkt.
Es ist soweit: Heute abend steigt die erste Hypehunters-Party im Casino Saal in Amberg. Ab ca. 21:00 Uhr (Einlass schon ab 20:00 Uhr!) versorgen El Sandino und Firutin die Meute mit Electronic Tunes vom Feinsten. Von New Rave über Indietronics, von Electropop zu Big Beat und dazu die neuesten (Indie-)Remixe…
Und so findet ihr den Casino Saal, der Eintritt ist übrigens frei!
Die beiden Hypehunters entern den Casino Saal: Zu späterer Stunde stehen die Hypehunters bei der Silvesterparty 2009/10 im Casino Saal in Amberg als Special Guest an den Reglern, um dem Publikum massenweise Electronic Tunes um die Ohren zu hauen: Von New Rave zu Big Beat, von Indietronics zu Electro House…
Hier geht’s zum Casino Saal, los geht es mit einer Hand voll anderer DJs schon um 22:30 Uhr.
VÖ: 09.10.09 / Pias / Rough Trade. Zum ersten Mal so richtig aufmerksam geworden bin ich auf die Editors durch den All Sparks-Remix von Phones. Doch auch die Indie-Originale machen einiges her. Doch mit dem vorliegenden dritten Studioalbum In This Light And On This Evening machen sie Dance-Remixe fast überflüssig, greifen die Herren doch mittlerweile höchstselbst zum Synthesizer. Was bei der Vorab-Single Papillon noch ganz gut klappt, verliert sich auf Albumlänge dann doch etwas in den fast durchwegs recht langsamen, melancholischen Songs, gepaart mit langatmigen Instrumentalparts. Die neu eingesetzte Elektronik kann also leider nicht über die aufkommende Langeweile hinwegtäuschen. Was bleibt ist die fantastische Stimme von Tom Smith.
Die anderen: “Keine Sekunde, die man in dieses Album investiert, ist am Ende verschwendet. Unser Wort darauf.” (Visions)
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