You Love Her Coz She’s Dead kamen wohl zu der Erkenntnis, dass alle guten kurzen Bandnamen mittlerweile vergeben sind, und deshalb werden wir in Zukunft wohl noch öfter auf Abkürzungen wie DIOYY? oder eben in diesem Fall YLHCSD stoßen. Konsequenterweise besitzt die neue Single des gemischten Duos von der Insel dann auch wieder so eine Kurzschreibung: YTHBF, ausgeschrieben Young Tender Hearts Beat Fast. Darauf könnt ihr den 8-bit gewordenen Wahnsinn auf 4 Beinen bestaunen. Im Video sogar mit Pferd. Und danach am besten Sonic The Hedgehog in doppelter Geschwindigkeit und auf Speed spielen, um wieder runterzukommen. Oder bei RCRDLBL den schon von der sechsten Kitsune Maison Compilation bekannten Song Superheroes kostenlos runterladen und weiterraven.
Die beiden Kanadier Ash Ainsworth und Chris Sanakidis haben anscheinend schon im Sandkasten zusammen Mixtapes aufgenommen (wenn das mal gut ging bei all den Sandkörnern im Recorder), schließlich nennen Sie sich Tape Deck Bros. Und zu allem Überfluss haben sie wohl auch den ein oder anderen Zombiefilm zu viel gesehen. Auf Ihrer neuen Single The Dance Of The Dead kombinieren sie französische House-Einflüsse mit minimalistischen Vocals (”When the dead come to life, they will dance”) und rühren damit eine New-Rave-Melange an, die explosiver nicht sein könnte. Auf Dödselectro könnt ihr euch den Song sogar runterladen.
„Tell me why I don’t like Mondays?“ wunderten sich die Boomtown Rats schon 1979. Da haben wir jetzt auch keine Antwort drauf, zumal das frische französische Digital-Label BEKO den Wochenstart laut Coast-Is-Clear ab sofort mit Gratis-MP3s aus dem eigenen Muckerstall versüßt. Jeden Montag gibt’s einen weiteren neuen Song für umme, im Dezember sind es sogar zwei pro Woche. Los geht’s unter anderen mit den verträumten Indie-Poppern der Moscow Olympics.
So nicht, Audio Bullys! Schön und gut, dass ihr euer neues, noch unbetiteltes drittes Album für den 26. Februar angekündigt habt. Aber musstet ihr vorher noch ein paar Jahrzehnte Musikgeschichte plündern? Das kostenlose Appetithäppchen Kiss The Sky, dass die britischen Rave-Rüden kostenlos auf ihrer Website gegen Eingabe einer E-Mail-Adresse für zwei Wochen zum Download anbieten, klaut den Text von Led Zeppelins Thank You und erinnert soundmäßig stark an Ministry. Einer alten Hartwurst wie mir fällt das natürlich auf. Ach ja: Bock macht das Gerumpel trotzdem.
Die Frittenbude ist gerade im Rahmen ihrer “Die Schande kennt keine Heimat Tour” unterwegs in Deutschland, das hielt die Jungs aber nicht davon ab, vorher noch schnell eine Gratis-Doppelsingle rauszuhauen. Dabei haben sie sich einen Song von Die Sterne (Nach Fest kommt Lose) und einen von We Are Enfant Terrible (Seagull) vorgenommen und gründlich überarbeitet. Natürlich im typischen Frittenbude-Stil. Deswegen heisst das dann auch Nach Fest kommt Fest und Steven Seagull. Aber genug der Worte, hier die Songs (auch als kostenloser Download) und die Tourdaten. Runterladen. Hingehen.
VÖ: 27.11.09 / Audiolith. Audiolith, die Zweite: Nach Supershirt kommen demnächst Juri Gagarin mit neuem Album um den Mond. Dazu holten sie sich kurzerhand die Sängerin Flicke mit ins Boot (schon gehört auf Supermarkt und zuletzt auf Give Or Take), und das tut dem Duo verdammt gut. Nicht dass sie ohne female Vocals schlecht gewesen wären, aber sie hebt die beiden auf das nächste Level. So nähern sich Juri Gagarin vorsichtig dem Pop, ohne dabei dem Technopunk die kalte Schulter zu zeigen, denn die typischen Beats sind geblieben. Und spätestens bei Take Over mit Bratze hält einen nichts mehr auf dem Sofa. Diese Platte ist pure Energie und selbst ohne Gesang (auf Buran) wird gerockt als gäbe es kein Morgen. Einen kostenlosen Remix der Vorab-Single Wet Dreams gibt es unten, auch als Download.
Die anderen:“Schwielige Arbeiterhände brannten sie auf reflektierende Scheiben: 12 Track die schnell sind und kicken in guter alter bratziger Technomanier!”(subculture)
Was geht hier eigentlich ab? Wir hypehunters feiern unsere Online-Geburt und ihr sahnt die Geschenke ab. Schuld ist die alte Tante EMI, die zum offiziellen Start unseres Blogs fünf Exemplare des neuen Hockey-Albums Mind Chaos springen lässt. Okay, wir gönnen euch die Teile, aber nur wenn ihr uns angemessen beglückwünscht: Die fünf originellsten Gratulanten, die uns einen Comment unter diesem Post hinterlassen (E-Mail-Adresse nicht vergessen), dürfen sich schon mal auf den Postboten freuen (zweimal Post, haha – wer hat’s kapiert?).
Die fünf Indie-Waver von Hockey machen es sich derweil in Berlin gemütlich, wo sie bei den morgigen „MTV Music Awards“ in der verheißungsvoll klingenden Kategorie „Best Push Artist“ nominiert sind.
VÖ: 23.09.09 / Audiolith / Broken Silence. Über die titelgebende Hammer-Single 8000 Mark will ich eigentlich kein Wort mehr verlieren, auf Albumlänge zeigen sich bei den beiden Norddeutschen nur kurze Durchhäger, mit Nachtjacke steht der nächste Hit quasi schon auf Abruf. Textlich gut durchgemischt von Gesellschaftskritik (bei German Psycho) bis alberner Nonsens (8000 Mark), und dabei verstehen es Supershirt, auch reichlich Musikzitate mit einzuflechten (in geballter Form bei Ödkraft). Das Ganze inklusive einem Wiedersehen mit der guten alten Teitmaschine. Herz, was willst du mehr? Naja, den ein oder anderen Hit hätten sie schon noch mit draufpacken können, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Von den Live-Qualitäten selbst überzeugen könnt ihr euch auf der anstehenden, ausgiebigen Deutschlandtour. Und einen kostenlosen Download gibt es noch obendrauf.
Die anderen:“8000 Mark beinhaltet einiges an Hits, liefert rigoros ab und ist eine Zierde des aktuellen Audiolith-Hochs. Wer mehr will, soll woanders hingehen.”(Intro)
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