Zugegeben, ich hatte The Ting Tings in unserer schnelllebigen Zeit schon fast wieder vergessen, obwohl sie uns 2008 mit ihren Hits That’s Not My Name, Great DJ und Shut Up And Let Me Go nicht nur den Sommer versüßt haben. Noch dieses Jahr veröffentlichen die beiden Briten ihr neues Album, und die leider erst im Oktober erscheinende Vorab-Single Hands mit der wunderbaren Hookline »Clap Your Hands If You’re Working Too Hard« macht schonmal mächtig Appetit, zudem entstand sie in Zusammenerbeit mit niemand geringerem als Calvin Harris. Auf RCRD LBL oder der Facebookseite der Ting Tings gibt es den etwas clubbigeren Low Sunday Remix des Tracks sogar gratis!
Hurts legen einen drauf: Die zweite Single Better Than Love der Jungs aus Manchester steht dem Erstling Wonderful Life in nichts nach. Diesmal nicht mehr ganz so ruhig, aber genauso eingängig und wieder mit enormen Hitpotential. Und das Beste zum Schluss: Den Song gibt es immer noch als freien Download auf der Band-Homepage, wenn man sich für den Newsletter anmeldet. Das macht Lust auf mehr und das warten auf das Album, das Ende August erscheinen soll, wird sich hoffentlich lohnen.
Hypefaktor: Nachdem Wonderful Life mittlerweile schon der Frühstückstipp eines regionalen Radiosender war, wird Better Than Love mindestens die Welt erobern.
Das Melt! wirft seine gigantischen Schatten voraus: Auf der Festivalseite kann man jetzt kostenlos den exklusiven Track Gigantische Stahlgiganten von WhoMadeWho downloaden, der im für die Band typischen Stil eigens für das Event geschrieben wurde. Die Schweden stehen nämlich nach ihrem erfolgreichen Auftritt im letzten Jahr auch dieses Jahr wieder beim Melt! auf der Bühne. Ob ein Festival allerdings unbedingt eine eigene Hymne braucht, steht auf einem anderen Zettel.
Keine vier Wochen mehr, dann steht der lang ersehnte Nachfolger des gefeierten MGMT-Debüts in den Läden. Nachdem Oracular Spectacular vor gut zwei Jahren für jede Menge Wirbel und leuchtende Augen in den Musikredaktionen gesorgt hat, beglückwünschen uns die Neo-Hippies nun mit Congratulations. Wir haben das Teil schon gehört, dürfen allerdings laut Sony vor April nicht allzu viel verraten. Nur eines: MGMT haben ihre Liebe zum Surfen entdeckt. Einen ganz guten Beleg dafür liefert die erste Single Flash Delirium, die ihr hier für umme, lau, kostenlos, völlig gratis und brutalst legal downloaden könnt. Auf geht’s!
Vom Rauswerfer zum Einheizer: Lorin Ashton, besser bekannt als Bassnectar, hat sich den Pixies-Klassiker Where Is My Mind gekrallt und ein wahres Monster der Tiefe(n) daraus geschaffen. Wenig vermunderlich, dass die mächtige Kreatur auf einer fetten Bassline und hämmernden Midtempo-Beats marschiert – das konnte der kalifornische Soundschneider schon immer am besten. DJs, die das Original bisher als letztes Stück und ultimativen Abschiedssong in ihrer Setlist hatten, dürfen den Remix gern zur gut betanzten Prime-Time auflegen.
Übrigens: Das neue Mixtape von Bassnectar for free gibt’s hier.
Wie ließe sich das neue Jahr schöner beginnen als mit einem herzlichen „Fuck You“. Nun gibt es natürlich zig Möglichkeiten, diese zwei aufschlussreichen Worte im Bekanntenkreis los zu werden: Brüllend vor Wut, gestikulierend mit ausgestrecktem Mittelfinger oder resigniert-verbittert auf den Tresen gemurmelt. Die schönste Variante liefert jedoch das Hip Hop-Duo The Knux aus dem sumpfigen New Orleans. Sie platzieren den internationalen Gruß der Ablehnung zwischen scheppernden Beats, groovenden Samples und kuscheligen Reimen. Und weil die beiden Jungs eigentlich doch ganz nett sind, verschenken sie hier ihre neue EP. Zugreifen!
„Tell me why I don’t like Mondays?“ wunderten sich die Boomtown Rats schon 1979. Da haben wir jetzt auch keine Antwort drauf, zumal das frische französische Digital-Label BEKO den Wochenstart laut Coast-Is-Clear ab sofort mit Gratis-MP3s aus dem eigenen Muckerstall versüßt. Jeden Montag gibt’s einen weiteren neuen Song für umme, im Dezember sind es sogar zwei pro Woche. Los geht’s unter anderen mit den verträumten Indie-Poppern der Moscow Olympics.
So nicht, Audio Bullys! Schön und gut, dass ihr euer neues, noch unbetiteltes drittes Album für den 26. Februar angekündigt habt. Aber musstet ihr vorher noch ein paar Jahrzehnte Musikgeschichte plündern? Das kostenlose Appetithäppchen Kiss The Sky, dass die britischen Rave-Rüden kostenlos auf ihrer Website gegen Eingabe einer E-Mail-Adresse für zwei Wochen zum Download anbieten, klaut den Text von Led Zeppelins Thank You und erinnert soundmäßig stark an Ministry. Einer alten Hartwurst wie mir fällt das natürlich auf. Ach ja: Bock macht das Gerumpel trotzdem.
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