Das zweite Album (konsequenterweise schlicht Crystal Castles II) von Crystal Castles ist mittlerweile einen guten Monat draußen und der Hype um Celestica, den vermutlich »most blogged track ever«, hat sich auch etwas gelegt. So hat man genug Muße, sich den anderen guten Tracks des Albums zu widmen, zum Beispiel Baptism. Meiner Meinung nach seit Air War der wahrscheinlich beste Song des Electro-Thrash-Duos. Flächige Sounds, eine schöne Melodie und klasse Vocals. So muss es sein.
Tag Archive for 'electropunk'

Steckt noch Kraft in euren schlaffen Leibern? Flüssigkeit, die ihr auf dem Dancefloor verteilen könnt? Trotz hochsommerlicher Temperaturen? Wollen wir schwer hoffen, denn pünktlich zum Hitze-Inferno, das sich tagsüber prima in Boxershorts und bei Mondlicht im Lieblingsshirt aushalten lässt, präsentieren wir unsere Lieblinge des Monats Juni. Heißer Shit. Bei jeder Witterung – versteht sich.
Lieblinge des Monats Juni:
1. Kap Bambino Dead Lazers
2. Kele Tenderoni
3. Robyn Dancehall Queen
4. autoKratz Kick
5. The Dance Inc. Broke
Schmalz in den Gehörgängen, Angst vor Wattestäbchen und keine Kohle für die Praxisgebühr? Hilfe naht: Kap Bambino durchblasen eure Wascheln mit fettestem Elektropunk. Neu ist das Rezept freilich nicht, Punkrock die analogen Instrumente zu verweigern und stattdessen Synthesizer, Sampler und Software-Module anzustöpseln. Selbst das liebreizende Stimmlein der frischen Front-Französin mit dem vielsagenden Namen Caroline Martial wird nicht geschont und erbarmungslos durch den Verzerrer gedreht. Auf Albumlänge kann’s anstrengend werden; für die schnelle Nummer zum Wachwerden ist das Duo aus Bordeaux perfekt.
VÖ: 27.11.09 / Audiolith. Audiolith, die Zweite: Nach Supershirt kommen demnächst Juri Gagarin mit neuem Album um den Mond. Dazu holten sie sich kurzerhand die Sängerin Flicke mit ins Boot (schon gehört auf Supermarkt und zuletzt auf Give Or Take), und das tut dem Duo verdammt gut. Nicht dass sie ohne female Vocals schlecht gewesen wären, aber sie hebt die beiden auf das nächste Level. So nähern sich Juri Gagarin vorsichtig dem Pop, ohne dabei dem Technopunk die kalte Schulter zu zeigen, denn die typischen Beats sind geblieben. Und spätestens bei Take Over mit Bratze hält einen nichts mehr auf dem Sofa. Diese Platte ist pure Energie und selbst ohne Gesang (auf Buran) wird gerockt als gäbe es kein Morgen. Einen kostenlosen Remix der Vorab-Single Wet Dreams gibt es unten, auch als Download.
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Die anderen: “Schwielige Arbeiterhände brannten sie auf reflektierende Scheiben: 12 Track die schnell sind und kicken in guter alter bratziger Technomanier!” (subculture)
Das mittlerweile dritte Album »Einer muss in Führung gehen« der Mediengruppe Telekommander hört sich nach Mediengruppe Telekommander an. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, muss jeder selbst entscheiden. Sie müssen sich ja auch nicht jedes Mal neu erfinden, doch nach der wirklich guten und innovativen Vorab-Single »Endlosrille« habe ich mir eigentlich mehr erwartet. Sie schaffen es mit Songs wie »Notausgang« und dem titelgebenden »Einer muss in Führung gehen« zwar wie eh und je direkt in die Gehörgänge, aber zu viele Stücke verlieren sich im Mittelmaß. Und komischerweise ist der einzige Non-Vocal-Track »Alles bleibt besser« noch einer der besten des Albums.
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