VÖ: 19.03.10 / Audiolith / Broken Silence.Bratze sind zurück und machen da weiter, wo sie mit dem 2007er Album Kraft (schon wieder 3 Jahre her, hätte ich jetzt nicht gedacht) aufgehört haben. Und dass es in der symbiotischen Zusammenarbeit zwischen dem Elektro-Soundtüftler Der Tante Renate und dem Indie-Chanteur Clickclickdecker noch Luft nach oben gab, zeigt jetzt der neue Longplayer Korrektur Nach Unten Und Die Notwendigkeit Einer Übersetzung. Hier treffen intelligente Texte auf fette Beats, und das geht in Zeiten von Electro-Schlagersongs und »Dingalingaling«-Texten runter wie Öl. Und nimmt den lauter werdenden Stimmen der Audiolith-Kritiker selbiges aus dem Feuer (oder so ähnlich). Es geht eben auch intellektuell beim Hamburger Party-Label. Nicht ohne Abfeiern, aber wenigstens mit Stil. Das zeigt auch das selbstironische Low-Budget-Video zur Single mit dem wunderbaren Titel Ohne Das Ist Es Nur Noch Laut.
Supershirt sind wieder unterwegs! Letztes Jahr überzeugten sie ja schon auf ihrer »8000 Mark Tour«, und die geht jetzt in die Verlängerung. Und spätestens wenn sie ihren Über-Gassenhauer 8000 Mark performen, brechen alle Dämme. Dazu gibt es seit kurzem ja noch die fast ebenso gute, wenn auch nicht ganz so spektakuläre Nachfolgesingle Nachtjacke.
Die Frittenbude ist gerade im Rahmen ihrer “Die Schande kennt keine Heimat Tour” unterwegs in Deutschland, das hielt die Jungs aber nicht davon ab, vorher noch schnell eine Gratis-Doppelsingle rauszuhauen. Dabei haben sie sich einen Song von Die Sterne (Nach Fest kommt Lose) und einen von We Are Enfant Terrible (Seagull) vorgenommen und gründlich überarbeitet. Natürlich im typischen Frittenbude-Stil. Deswegen heisst das dann auch Nach Fest kommt Fest und Steven Seagull. Aber genug der Worte, hier die Songs (auch als kostenloser Download) und die Tourdaten. Runterladen. Hingehen.
VÖ: 27.11.09 / Audiolith. Audiolith, die Zweite: Nach Supershirt kommen demnächst Juri Gagarin mit neuem Album um den Mond. Dazu holten sie sich kurzerhand die Sängerin Flicke mit ins Boot (schon gehört auf Supermarkt und zuletzt auf Give Or Take), und das tut dem Duo verdammt gut. Nicht dass sie ohne female Vocals schlecht gewesen wären, aber sie hebt die beiden auf das nächste Level. So nähern sich Juri Gagarin vorsichtig dem Pop, ohne dabei dem Technopunk die kalte Schulter zu zeigen, denn die typischen Beats sind geblieben. Und spätestens bei Take Over mit Bratze hält einen nichts mehr auf dem Sofa. Diese Platte ist pure Energie und selbst ohne Gesang (auf Buran) wird gerockt als gäbe es kein Morgen. Einen kostenlosen Remix der Vorab-Single Wet Dreams gibt es unten, auch als Download.
Die anderen:“Schwielige Arbeiterhände brannten sie auf reflektierende Scheiben: 12 Track die schnell sind und kicken in guter alter bratziger Technomanier!”(subculture)
VÖ: 23.09.09 / Audiolith / Broken Silence. Über die titelgebende Hammer-Single 8000 Mark will ich eigentlich kein Wort mehr verlieren, auf Albumlänge zeigen sich bei den beiden Norddeutschen nur kurze Durchhäger, mit Nachtjacke steht der nächste Hit quasi schon auf Abruf. Textlich gut durchgemischt von Gesellschaftskritik (bei German Psycho) bis alberner Nonsens (8000 Mark), und dabei verstehen es Supershirt, auch reichlich Musikzitate mit einzuflechten (in geballter Form bei Ödkraft). Das Ganze inklusive einem Wiedersehen mit der guten alten Teitmaschine. Herz, was willst du mehr? Naja, den ein oder anderen Hit hätten sie schon noch mit draufpacken können, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Von den Live-Qualitäten selbst überzeugen könnt ihr euch auf der anstehenden, ausgiebigen Deutschlandtour. Und einen kostenlosen Download gibt es noch obendrauf.
Die anderen:“8000 Mark beinhaltet einiges an Hits, liefert rigoros ab und ist eine Zierde des aktuellen Audiolith-Hochs. Wer mehr will, soll woanders hingehen.”(Intro)
VÖ: 18.09.2009 / Audiolith. Dass wir mittlerweile schon seit über 7 Jahren mit Euro bezahlen, ist den beiden »Shirts« nicht entgangen: »8000 Euro« klingt aber einfach lahm. Und seit geraumer Zeit ist der Song schon der Knaller auf jedem Live-Gig der beiden, und jetzt endlich ist er auch als Single erhältlich. Der Erfolg liegt auf der Hand: Auch ohne das Lied jemals gehört zu haben kann man gleich mitsingen, »8000 Mark!«, so schwer ist das ja nicht… Hammer-Song! Das Album dazu kommt am 23. Oktober auf Audiolith.
Hypefaktor: Das Ding wird definitiv noch einer der Party-Hits des ausklingenden Jahres. Und nächstes Jahr startet 8000 Mark dann erst so richtig durch!
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