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Goose: Synrise

goose_synriseVÖ: bereits erhältlich / !K7 Records / Alive. Das gefürchtete zweite Album einer Band ist ja oft schwierig, es schafft fast nie den Anschluss an den Erstling, noch dazu wenn das Debüt einigermaßen umjubelt war. Anders bei Goose, unserem Lieblingsexport aus Belgien: Hier wird gar nicht erst versucht, ein zweites Bring It On nachzulegen, denn Synrise präsentiert sich vielseitiger und längst nicht mehr so rockig. Einige Songs wie Can’t Stop Me Now oder As Good As It Gets orientieren sich zwar noch am alten Goose-Stil, aber schon der namensgebende Opener Synrise zeigt, wohin die Reise geht: Mehr Pop, mehr 80er und alles wirkt irgendwie glatter. Aber mit dem fantastischen, Depeche Mode-angehauchten Words ist der nächste Hit bereits in den Startlöchern.
bewertung_4

Die anderen: “Disco, New-Wave, Dance-Punk, Techno-Kuhglocken und Pop – Goose würfeln alles zusammen, was nicht bei Drei einen Kurzschluss vortäuscht. Dabei schaffen sie sich trotzdem ein hohes Maß an Individualität…” (motor.de)

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Robyn: Indestructible

Als Teaser zu Body Talk Part 3 gibt es Indestructible, den Akustik-Song des zweiten Body Talk-Albums, jetzt im Robyn-typischen Dance-Mix. Und wenn der Clou, ein fast als A Capella veröffentlichtes Lied kurze Zeit darauf als Single herauszubringen, wieder genauso gut funktioniert wie bei Hang With Me, haben wir hier den nächsten Hit. Und das völlig zu recht.

hypefaktor_hochHypefaktor: Ich weiß, es wird langsam zur Farce. Aber Indestructible, wie fast jeder Song von Robyn, hat dermaßen Potential, dass es wirklich nur eine Frage der Zeit ist, wann der große Durchbruch kommt.

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The Hundred In The Hands: Commotion

Die beiden New Yorker Jason Friedman und Eleanore Everdell, die zusammen das Duo The Hundred In The Hands bilden, hatten 2009 mit ihrer ersten Single Dressed In Dresden schon einen veritablen Hit. Seit kurzem ist nun das selbstbetitelte Debütalbum The Hundred In The Hands draußen und es hält, was die Single angekündigt hatte: Die beiden verzaubern einen weiterhin mit elektronischer Popmusik von ihrer schönsten Seite. Für meinen heimlichen Lieblingssong des Albums Commotion gibt es jetzt ein eigenes Video und demnächst wohl auch eine Singleauskopplung.

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Und weils so schön war, hier nochmal die erste Single:

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Saalschutz: Entweder Saalschutz

entweder saalschutzVÖ: 29.10.2010 / Audiolith Records / Broken Silence. Bei ihrem dritten Studioalbum Entweder Saalschutz legen die Schweizer M T Dancefloor und DJ Flumroc soundtechnisch noch eine Schippe drauf. Daher hört es sich nicht mehr ganz so textbezogen-minimalistisch an wie die alten Saalschutz-Sachen, man hört deutlich den Einfluß von Der Tante Renate, der das Album mitproduziert hat. Aber inhaltlich bleiben sich Saalschutz treu: Intelligenter Nonsens trifft auf Kinderreime, die von platten bis geistreichen Parolen abgelöst werden. Hierbei gilt es natürlich den Partykracher Ravepunk Für Eine Bessere Welt zu erwähnen, der mit keinem der drei genannten Elemente geizt. Den Psilodump-Remix des Songs, der als Single ja bereits erhältlich ist, gibt es übrigens zum kostenlosen Download bei Soundcloud.
bewertung_3

Die anderen: “Es fetzt, dieses elektronische Pendant der Sportfreunde Stiller. Und es verspricht knarzig-verpogte Stunden inner Disse.” (electrozine.net)

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Laubfrosch Äthertainment: Tu So

Schon vor einiger Zeit erreichte uns das Video der drei Jungs von Laubfrosch Äthertainment aus Kassel mit der Bitte um Veröffentlichung. Dem kommen wir natürlich gerne nach, schließlich ist das Video zu ihrem Song Tu So durchaus sehenswert. Und der Track selbst geht auch in Ordnung, solider deutscher Hip Hop ohne Möchtegern-Gangster-Attitüde, dafür mit reichlich Elektronik.

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Martin Solveig: Hello feat. Dragonette

Er hat es schon wieder getan: Martin Solveig bittet Dragonette nach Boys & Girls auch auf der neuen Single Hello ans Mikro. Wäre das nicht schon Grund genug, den Track zu lieben, gibt es dazu aber noch ein Video im Tennismilieu, (gedreht einen Tag vor den French Open), das weder mit Arm- und Stirnbändern noch mit Stargästen (auch aus dem Tennismilieu) geizt. Dazu mimt Bob Sinclar, der zwar eigentlich nicht aus dem Tennismilieu stammt, den Gegenspieler und macht es dem guten Martin trotzdem nicht allzu leicht. Die ungeduldigen springen gleich auf Minute 2:40 und verpassen nur das etwas langwierige Intro. Achja, da war ja noch was: Der Song ist wie die Vorgänger-Single auch wieder ein niveauvoller Pop-Hit geworden.

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