„Tell me why I don’t like Mondays?“ wunderten sich die Boomtown Rats schon 1979. Da haben wir jetzt auch keine Antwort drauf, zumal das frische französische Digital-Label BEKO den Wochenstart laut Coast-Is-Clear ab sofort mit Gratis-MP3s aus dem eigenen Muckerstall versüßt. Jeden Montag gibt’s einen weiteren neuen Song für umme, im Dezember sind es sogar zwei pro Woche. Los geht’s unter anderen mit den verträumten Indie-Poppern der Moscow Olympics.
So nicht, Audio Bullys! Schön und gut, dass ihr euer neues, noch unbetiteltes drittes Album für den 26. Februar angekündigt habt. Aber musstet ihr vorher noch ein paar Jahrzehnte Musikgeschichte plündern? Das kostenlose Appetithäppchen Kiss The Sky, dass die britischen Rave-Rüden kostenlos auf ihrer Website gegen Eingabe einer E-Mail-Adresse für zwei Wochen zum Download anbieten, klaut den Text von Led Zeppelins Thank You und erinnert soundmäßig stark an Ministry. Einer alten Hartwurst wie mir fällt das natürlich auf. Ach ja: Bock macht das Gerumpel trotzdem.
Hypefaktor: So muss Indie klingen im Jahr 2009. Würde mich wundern, wenn der Two Door Cinema Club nicht spätestens mit seinem Debüt-Album Kurs auf die Charts nimmt.
Durch Mailands Underground-Clubs tingelten Crookers gestern. Seit ihrem sensationellen Remix von Kid CudisDay ‘n’ Nite (21 Millionen Aufrufe des zugehörigen Clips bei Youtube) rockt das italienische DJ-Duo lieber die europäischen Charts. Klar, dass die aufgekratzte Fanbasis nach mehr lechzt und in KĂĽrze zumindest die schlimmsten Lustwallungen befriedigen kann – mit der neuen Single Put Your Hands On Me, die am 20.11. in die Läden kommt. Bis zur Veröffentlichung des kompletten DebĂĽt-Albums ist allerdings noch ein wenig Geduld gefragt: Tons Of Friends ist fĂĽr Mitte März 2010 angekĂĽndigt.
Ăśbrigens: Zuschlag zum neuen Song gibt’s vom Label Ministry Of Sound. Die Jungs verschenken hier den Hudson-Mohawke-Remix der neuen Single, der mich allerdings null packt.
Nein, „very british“ klingen Band Of Skulls wirklich nicht. Eher so, als wären sie aus Jack Whites Garage in Detroit geflüchtet, um den Skiurlaub mit Portugal.The Man im eisigen Alaska zu verbringen. Dabei dürften die Rock-Newcomer aus Southampton, UK, momentan gar keine Zeit für sportive Bandausflüge haben: Ihre erste Single I Know What I Am verkaufte sich aus dem Stand heraus 400.000 Mal bei iTunes, mit Friends finden sie sich auf dem Soundtrack zum neuen Twilight-Streifen New Moon wieder. Im Januar folgt dann hierzulande das Debüt-Album Baby Darling Doll Face Honey. Sollten darauf mehr Kracher vom Kaliber Death By Diamonds And Pearls rocken, bin ich Feuer und Flamme – auch wenn der White-Stripes-Plagiatsverdacht schwer wiegt.
Was geht hier eigentlich ab? Wir hypehunters feiern unsere Online-Geburt und ihr sahnt die Geschenke ab. Schuld ist die alte Tante EMI, die zum offiziellen Start unseres Blogs fĂĽnf Exemplare des neuen Hockey-Albums Mind Chaos springen lässt. Okay, wir gönnen euch die Teile, aber nur wenn ihr uns angemessen beglĂĽckwĂĽnscht: Die fĂĽnf originellsten Gratulanten, die uns einen Comment unter diesem Post hinterlassen (E-Mail-Adresse nicht vergessen), dĂĽrfen sich schon mal auf den Postboten freuen (zweimal Post, haha – wer hat’s kapiert?).
Die fünf Indie-Waver von Hockey machen es sich derweil in Berlin gemütlich, wo sie bei den morgigen „MTV Music Awards“ in der verheißungsvoll klingenden Kategorie „Best Push Artist“ nominiert sind.
Frisch zurĂĽck von seiner Tour mit Nine Inch Nails präsentiert sich Elektrobarde Alec Empire (Ex-Atari Teenage Riot) in Spendierlaune. Auf seinem Blog bittet der Berliner zum Download der Songs 1000 Eyes und If You Live Or Die (Live-Version). Während ersteres etwas schleppend dahin plätschert, dreht Alec beim zweiten Gratis-Song ‘ne Runde am Gasgriff – und klingt dabei wie Lou Reed während seiner Zeit bei Velvet Underground! Aber hört es euch selbst an…
Er hat ja 2007 schon mit seiner »Aerius Light EP« auf sich aufmerksam gemacht, jetzt kommt er mit seiner neuen Single »One In A Million« allerdings um einiges poppiger um die Ecke. Was nicht unbedingt schlechter sein muss, French Touch für die Massen sozusagen. Für alle, die es trotzdem etwas härter mögen gibt es »One In A Million« aber auch im eigenen Club-Remix. Vergleicht selbst und wählt euren Favoriten: