Author Archive for Firutin

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Bratze: Korrektur Nach Unten

Bratze_KorrekturNachUntenVÖ: 19.03.10 / Audiolith / Broken Silence. Bratze sind zurück und machen da weiter, wo sie mit dem 2007er Album Kraft (schon wieder 3 Jahre her, hätte ich jetzt nicht gedacht) aufgehört haben. Und dass es in der symbiotischen Zusammenarbeit zwischen dem Elektro-Soundtüftler Der Tante Renate und dem Indie-Chanteur Clickclickdecker noch Luft nach oben gab, zeigt jetzt der neue Longplayer Korrektur Nach Unten Und Die Notwendigkeit Einer Übersetzung. Hier treffen intelligente Texte auf fette Beats, und das geht in Zeiten von Electro-Schlagersongs und »Dingalingaling«-Texten runter wie Öl. Und nimmt den lauter werdenden Stimmen der Audiolith-Kritiker selbiges aus dem Feuer (oder so ähnlich). Es geht eben auch intellektuell beim Hamburger Party-Label. Nicht ohne Abfeiern, aber wenigstens mit Stil. Das zeigt auch das selbstironische Low-Budget-Video zur Single mit dem wunderbaren Titel Ohne Das Ist Es Nur Noch Laut.
bewertung_4

Die anderen: Haben bisher noch nichts zu sagen.

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Deichkind präsentiert: Papa Professionell

deichkindpapaprofVÖ: 19.03.10 / Buback / Indigo. Eine Compilation von Deichkind? Mein erster Gedanke war: Die Deichkinder wollen wohl noch mal schnell Geld verdienen vor dem nächsten Album. Aber, ein unscheinbarer Aufkleber auf dem Jewel Case kündigt es an und die Linernotes erklären es: Die CD ist ein Tribut an den vor einem Jahr verstorbenen Sebastian Hackert und eine Werkschau seines Produzentenlebens. Deshalb finden sich hier neben einigen aktuellen Tracks und Entdeckungen auch ältere Stücke, viele davon schon wahre Klassiker (Ja, Ja…Deine Mudder, Schwule Mädchen). Und dass Sebi überall seine Finger drin hatte, sieht man an dem Stilmix von Hip Hop über Dancehall bis hin zu House. Das Ganze ist dezent zusammengemixt von DJ Rabauke, eine runde Sache also. Mein persönlicher Favorit ist übrigens Sebis Version von Jennifer Rostocks Kopf Oder Zahl. Bleibt nur noch zu sagen: Ruhe in Frieden, Papa Professionell.

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Two Door Cinema Club: Tourist History

TwoDoorCinemaClub_TouristHistoryVÖ: 05.03.10 / Cooperative Music / Universal. Als ich im November über die Single I Can Talk berichtet habe, hatte ich mir in etwa dieses Album dazu vorgestellt. Also haben die Jungs vom Two Door Cinema Club so ziemlich alles richtig gemacht. Gerade die Tracks Do You Want It All? und Undercover Martyn stehen der ersten Single in nichts nach, und auch ansonsten hat das Album einiges zu bieten. Die drei Iren verstehen es nämlich gekonnt, Einflüsse aus Indie, Elektronik und Afrobeat zu mischen (Ein Vergleich mit Foals liegt nahe), und so ergibt sich aus dem Ganzen mehr als die berühmte Summe der einzelnen Teile. Ein durchwegs gelungenes Album also, einziger Wehrmutstropfen: Die Spieldauer von einer guten halben Stunde lässt schon zu wünschen übrig.
bewertung_5

Die anderen: “Auch die letzen drei Tracks des Albums können das Niveau halten, was zur erfreulichen Bilanz führt, dass sich auf Tourist History kein einziger schlechter Song findet.” (Musiktip)

hypefaktor_hochHypefaktor: Ohne mich dabei weit aus dem Fenster zu lehnen, das ist schon mal der erste Anwärter auf das (Hype-)Album des Jahres. Und das auch wirklich verdient. Punkt.

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Und weils gar so schön ist, gibt es gleich noch einen zweiten Song obendrauf (bzw. untendrunter):

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Die Sterne: 24/7

diesterne247VÖ: 26.02.10 / Materie Records / Rough Trade. Dass Die Sterne keinen klassischen Indie-Pop Hamburger Schule mehr machen, haben wir letztes Jahr mit ihrer EP Der Riss mitbekommen. Den dort eingeschlagenen Weg hin zu elektronischen Klanggewändern gehen die drei Hamburger jetzt mit 24/7 auch auf Albumlänge weiter. Der Produzent und DJ Mathias Modica aka Munk versorgt sie dabei mit den eigentlich Sterne-untypischen treibenden elektronischen Beats. Und diese Symbiose kann sich sehen bzw. hören lassen: Entstanden ist ein sehr tanzbares und dabei ziemlich lässiges Disco-Album mit intelligenten deutschen Texten, das wir in dieser Art viel zu selten in den Player schieben dürfen, einzig Bratze fallen mir da als Referenz noch ein, aber die sind noch eine Schippe härter unterwegs.
bewertung_4

Die anderen: “So dominiert auf 24/7 der Beat, die eingängigen Melodien liefern Synthesizer und Klavier, was die Musik vielschichtiger macht, als die der früheren Alben.” (laxmag.de)

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Live

YLHCSD: Live in Deutschland

ylhcsd_angst

You Love Her Coz She’s Dead fallen im März mit einigen wenigen Konzerten über das Festland her, und ich bin gespannt, wie sie ihre energetischen Songs live umsetzen. Los gehts am 13.03. mit einem Gig in Würzburg, bei dem ich die Ehre habe als DJ vor und vor allem nach dem Konzert auflegen zu dürfen. Den aktuellen Hit Young Tender Hearts Beat Fast haben wir ja schon gefeatured, deswegen gibts unten das Video zu Dead End von der Inner City Angst EP als kleinen Vorgeschmack.

Tourdaten im März:
13.03.10 / Pleicher Hof / »I Am Disco Rocker« / Würzburg
14.03.10 / B72 / Wien – Österreich
16.03.10 / Zum Teufel / Heidelberg
17.03.10 / Pretty Vacant / Düsseldorf

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Shortcuts

Dendemann: Stumpf Ist Trumpf 3.0

stumpf

Yes! Dendemann aka die eine Hälfte von Eins, Zwo ist (mal wieder) zurück mit neuer Single Stumpf Ist Trumpf 3.0. Diesmal rockig angehaucht, was vielleicht die Enflüsse von seiner Zeit als Tourbegleiter der Beatsteaks sind. Dazu der Dendemann-typische Wortwitz und ein wenig Elektronik, fertig ist der Hit. Veröffentlicht wird die Single allerdings erst am 26. März, aber ein Radiomitschnitts-Demo gibt es schon. Das Album Vom Vintage verweht gibt es dann ab 9. April. Watch out!

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Goldfrapp: Head First

goldfrapp_headfirstVÖ: 19.03.10 / Mute / EMI. Wo ein von Wolken überlagertes Frauengesicht drauf ist, ist Pop drin, soviel ist schon mal klar. Mit dieser Einstellung sollte man sich dem neuen Album Head First von Goldfrapp auch nähern, denn was anderes bekommt man nicht. Kristallklarer 80er-Jahre-Electropop vom Allerfeinsten. Wer drauf steht wird sich die Hände reiben, denn Vergleiche mit ABBA und der frühen (nicht der heutigen, beliebig zwischen R&B und House wandelnden) Madonna liegen nahe. Nur knapp über 30 Minuten, verteilt auf 9 Songs, von denen etliche den direkten Weg in den Gehörgang finden. Manchmal allerdings zu glatt oder schon fast langweilig, was die beiden Briten hier auftischen, aber zum Beispiel die Vorab-Single Rocket oder I Wanna Life bergen gehöriges Hitpotential, spätestens im Grum-Remix.
bewertung_2

Die anderen:Head First’s singalong hooks and day-glo synths stand in marked contrast to the unhurried, pastoral sounds of Goldfrapp’s previous album, 2008’s Seventh Tree(EW Music Mix)

hypefaktor_hochHypefaktor: Die 80er-Jahre-Retro-Welle ebbt zwar eigentlich schon ab, aber mit diesem Album erwischen Goldfrapp auch noch die resistentesten 80er-Hype-Verweigerer, bevor die 90er dann endgültig zuschlagen. Top-Ten-Alarm!

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Lieblinge

Lieblinge: Januar 2010

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Kaum ist das neue Jahrzehnt angebrochen, buhlen schon wieder eine ganze Reihe fetter Acts um unsere Aufmerksamkeit. Auch diesmal fiel uns die Wahl nicht leicht, doch nach unzähligen schlaflosen Nächten präsentieren wir euch stolz: Die Lieblinge des Monats Januar!

Lieblinge des Monats Januar:

1. Delphic Doubt
2. You Love Her Coz She’s Dead Young Tender Hearts Beat Fast
3. Hot Chip Take Me In
4. The Soft Pack C’Mon
5. Shout Out Louds Fall Hard