Immer wieder der Two Door Cinema Club, doch diesmal im Remix von The Twelves. Und die beiden DJs aus Brasilien haben schon so manchen Song veredelt, unter anderem Hits von Fever Ray, La Roux oder den Black Kids. Und so wird auch der an sich schon grandiose Originalsong Something Good Can Work mit behutsamen Mitteln und einem aufgepeppten Bass endültig zu einem Dancefloor-Filler.
Diesen Freitag gibt es bei der mittlerweile dritten Hypehunters-Party in Amberg wieder »electronic tunes for dancefloor rockers« zu hören, bevor wir uns zumindest partytechnisch in die Sommerpause verabschieden. Um 20:00 Uhr öffnet der Casino Saal, und kurz danach entert das Hypehunters-DJ-Team nochmal die Bühne. Getreu dem Motto »Minimaler Eintritt, maximaler Sound« legen DJ Firutin und DJ El Sandino ihren bekannten Mix aus New Rave, Electropop, Indietronics, Electro House und Big Beat auf.
Tons Of Friends haben Crookers definitiv auf ihrem gleichnamigen Debüt, dafür haben lediglich eine Handvoll Nummern das Zeug zu Hit-Schwergewichten. We Love Animals zum Beispiel, für das sich das Mailänder Duo die legendären Soulwax ins Studio geholt haben. Jetzt kommt Tom Staar mit einem feinen Remix des Songs ums Eck und wummert uns derbe Baille-Funk-Beats in die Magengrube. So muss dat sein!
Okay, das Teil hat schon paar Monate aufm Buckel, ich wollte es euch dennoch nicht vorenthalten. Schon alleine wegen der geil bouncenden Bassline und den Old-School-Vocals, die uns Tom Piper und Alex Schmitz mit Fresh Crack servieren. Und wenn schon mal so was Feines aufgetischt wird, will Shopliftas auch am Topping nicht sparen und garniert das Ganze mit reichlich Breaks. Lecker!
Herr Rother, wo bleibt Ihr Umweltbewusstsein? Der Offenbacher düst mit seinem Wagen quer durch die Metropolen des Taunus, um seine neuen Songs während der Fahrt Probe zu hören – und gesteht das ungeniert im Making-Of-Video. Das geht auch klimaschonender! Gemütlich im Wohnzimmer, zum Beispiel. Wobei: ganz so lahm, dass man die Songs des neuen Albums chillig auf der Couch hören möchte, sind sie dann doch nicht. Schöne Platte mit einigen großen Elektropop-Momenten, die ihr ab Ende Mai euer Eigen nennen dürft.
Victor le Masne und Pierre Leroux sind in Frankreich als Housse de Racket längst keine Unbekannten mehr, hierzulande sind die beiden Musiker noch eher ein Geheimtipp. Mit Synthétiseur haben sie letztes Jahr allerdings schon einen gehörigen Hit abgeliefert, und auch mit Oh Yeah! brauchen sie sich nicht verstecken. Diverse Remixe (hier von Van She und Nighty Max) der beiden Tracks setzen dem Ganzen dann noch die Krone auf.
Der letzte hier vorgestellte Remix der Yeah Yeah Yeahs (Heads Will Roll) hatte es in sich, und auch der Dull Life Remix von Jeremy Malvin aka Professor Purple versorgt den ursprünglichen Song mit einem extrem tanzbaren Electro-Beat. Und es ist ja nicht so, dass das Original nicht eh schon dancefloortauglich gewesen wäre…
VÖ: 07.05.10 / Warner Music International.Foals haben sich 2008 mit ihrem Debüt-Longplayer Antidotes erst in unsere Ohren und dann in unsere Herzen gespielt. Davon ist 2010 auf Total Life Forever leider nicht viel übrig. Es ist kein schlechtes Album, aber es wirkt weitaus weniger energiegeladen und keineswegs so eingängig wie der Vorgänger. Lediglich This Orient spielt fast noch in der Liga ihrer alten Hits wie Hummer oder Cassius. Der Rest ist ein ziemlich ruhiges Indie-Album geworden, wer also die alten Foals erwartet hat, wird arg enttäuscht sein. Wenn man die Band bisher allerdings nicht kannte und auf relaxte, poppige Indiesongs steht, kann man dem Album wahrscheinlich etwas abgewinnen. Mir erschließt sich das leider auch nach erneutem Hören überhaupt nicht, wohl ein typischer Fall von zweitem Album. Die Presse feiert es trotzdem, warum auch immer.
Die anderen:“Auf Total Life Forever nun haben sie dem Pop ganz klar noch einem Schub nach vorne gegeben.” (intro.de)