Die Britin erobert ja derzeit die Welt und macht morgen auch in München Station, bevor Sie dann ab Mitte Dezember noch bei 5 weiteren Konzerten in der Republik auf der Bühne steht. Tickets kosten wohl so um die 15 Euro, das On3-Festival ist leider schon ausverkauft, es wird aber einen Livestream geben.
VÖ: 29.01.10 / Rookie Records / Cargo.Lauf!Lauf! fordern Genepool und liefern mit ihrer neuen Scheibe gleich den passenden Soundtrack zu einem flinken Spurt. Gingen die Kölner in der Vergangenheit noch glatt als Misfits-Coverband durch, erweitern sie ihren Sound nun um einige feine Chromosomen aus dem Genschatz des New Wave: Hier ein Hautfetzen Devo, dort ein Äderchen Wire oder Gang Of Four. Die so entstandene Klang-Kreatur hört auf den Namen Wave-Punk und präsentiert sich hymnisch und eingängig. Für die nötige Abwechslung sorgen Bläsereinsätze bei She-Bot oder ein zackiger Up-Beat bei The Maggots. Nur um dann die genetische Ähnlichkeit zu den eingangs erwähnten Horrorpunks doch wieder durch blitzen zu lassen, etwa beim treibenden Solar Life. Gefällt mir.
VÖ: 13.11.09 / Sony. Ein Album für die alternative Menschheit, drei kredible Rockstars, sie alle zu knechten: John Paul Jones (Led Zeppelin), Dave Grohl (Foo Fighters) und Josh Homme (Queens Of The Stone Age) formieren sich zu einer Rock-Supergroup und blasen ohne Rücksicht auf Hörverluste einen schrägen Rocksong nach dem anderen aus den Speakers. Dabei bleiben die Nummern immer hart an der hörbaren Grenze: Einerseits verspielt und einigermaßen eingängig, dann aber sofort wieder von Breaks und Queens of the Stone Age-artigen Verquereleien durchzogen. Das Motto „skilled music for skilled listeners“ ist allseits präsent. Wer dem Album Zeit gibt, sich zu entwickeln, wird mit einem herausragenden Alternative-Rock-Erlebnis belohnt. Alle anderen werden viele Fragezeichen über dem Kopf haben. Normal ist anders. Gut so!
Die anderen:“Es ist also kein, wie angepriesen, Album für die breite Masse, sondern eher für den fortgeschrittenen Rock-Hörer angelegt, und auch der wird einige Durchläufe brauchen, bis er das Schätzchen zu würdigen weiss. Wer sich so angesprochen fühlt, sollte sich unbedingt ranwagen.”(triggerfish.de)
Mittlerweile erregt der Engländer Theo Keating (meines Wissens nicht verwandt mit Ronan Keating) aka Touché aka die eine Hälfte von The Black Ghosts mehr Aufsehen als DJ und Remixer unter seinem Pseudonym Fake Blood als mit seinen anderen Identitäten. Zwar hat er mit den Geistern den veritablen Hit Anyway You Choose To Give It abgeliefert, präsenter ist er aber mit seinen unzähligen Remixen, jüngst u.a. für The Kills (Cheap and Cheerful), Hot Chip (Touch Too Much), Miike Snow (Animal), Calvin Harris (Ready For The Weekend) und Gossip (Love Long Distance). Dabei versteht er es fast immer und auf geradezu geniale Weise seinen Namen in den Song mit einzuflechten. Warum das noch niemand vor ihm durchgezogen hat?
Aber auch mit seinen Eigenproduktionen macht er von sich Reden: Nach Mars kommt jetzt die Fix Your Accent Mini-EP mit den Tracks I Think I Like It, The Dozens und dem Spaß-Titelsong. Allesamt funky House-Nummern der charmanteren Art. Auschecken!
Wer nicht genug bekommen kann von La Roux und Little Boots schon nicht mehr hören kann, für den ist Annie genau das richtige. Nach einigen Verzögerungen und Label-Wechsel wurde ihr zweites Album Don’t Stop jetzt endlich veröffentlicht. Der derzeit durch die Blogosphäre geisternde Song I Don’t Like Your Band daraus sowie zwei weitere Tracks des Albums wurden von niemand geringerem als Paul Epworth produziert, der u.a. schon für Hits und Remixe von Bloc Party, Friendly Fires, Florence and the Machine oder Maxïmo Park gesorgt hat. Auch hier hat er wieder ganze Arbeit geleistet, und Annies wunderbare Vocals machen den eingängigen Electro-Pop-Song perfekt.
Wie klein mögen die Knochen eines Schmetterlings wohl sein? Mindestens so winzig wie die putzigen Gehörknöchelchen in unseren Wascheln, auf die die Kalifornier Butterfly Bones mit ihrem irrwitzigen Track Xoxo einen Frontalangriff starten. Quietschende Synthie-Riffs, strapaziöse Lasergeräusche und ein Beat, der Super Mario in eurem alten Gameboy aus dem Display hüpfen lässt. Dazu gesellt sich ein äußerst zuversichtlicher Mann am Mikro („We know we’re wrong and we’re gonna get away with it“) – fertig ist der schräge Sommersong mitten im November. Ob und wann das Teil jemals bei uns zu haben sein wird, konnte ich leider nicht herausfinden.
VÖ: 20.11.2009 / Cooking Vinyl / Indigo. Ladies and Gentlemen, die neue Single von Groove Armada – bleiben Sie ruhig sitzen. I Won’t Kneel lässt sich schließlich am besten ganz entspannt auf der Lümmelcouch genießen. Auf den Dancefloor sind die Briten diesmal hingegen offenbar gar nicht scharf. Statt dessen präsentieren sie ein gemächliches Stück Elektropop, für dessen Wiedererkennungswert Gastsängerin SaintSaviour sorgt. Fans von La Roux und Kate Bush sollten mal reinhören.
Die Single I Won’t Kneel erscheint am 20. November, das Album Black Light kommt am 19. Februar in die Läden.
Die Frittenbude ist gerade im Rahmen ihrer “Die Schande kennt keine Heimat Tour” unterwegs in Deutschland, das hielt die Jungs aber nicht davon ab, vorher noch schnell eine Gratis-Doppelsingle rauszuhauen. Dabei haben sie sich einen Song von Die Sterne (Nach Fest kommt Lose) und einen von We Are Enfant Terrible (Seagull) vorgenommen und gründlich überarbeitet. Natürlich im typischen Frittenbude-Stil. Deswegen heisst das dann auch Nach Fest kommt Fest und Steven Seagull. Aber genug der Worte, hier die Songs (auch als kostenloser Download) und die Tourdaten. Runterladen. Hingehen.
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